NEWS - DVF Hessen/Rheinland-Pfalz

  • 10.04.2021 Stammtisch / Programm 

    Programm: 07.06.2021

    • Der DVF-Fotostammtisch wendet sich an alle Fotografieinteressierte, die miteinander ins Gespräch kommen, voneinander lernen und sich informieren wollen. Das Mitmachen und das Engagement für den Stammtisch soll im Mittelpunkt dieser neuen Veranstaltung stehen. Daher wird sich die Programmgestaltung im Zuge der Stammtischveranstaltungen entwickeln. Beginnen wollen wir mit Vorstellungen der Teilnehmer und kleineren Beiträgen zur Fotografie, Büchern Ausstellungen und begleitenden Themen. Der DVF-Fotostammtisch soll eine online Zoomveranstaltung sein, um Interessenten unabhängig von ihrem Wohnort ansprechen zu können.





    >> Pinboard: Vera Wolber, berichtet über das Umweltfotofestival »horizonte zingst«  Das Festival der starken Bilder
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    • Abend der Kunstfotografie, Piktorialismus

    • Am 7. Juni 2021 wird der Stammtischabend ganz im Zeichen der Kunstfotografie, auch als Piktorialismus bekannt, stehen. Im Rahmen des genre-übergreifenden Kunstprojekts RHEIN!ROMANTIK? hat Walter Nußbaum Fotos im Rheintal angefertigt, die den tradierten Bildideen dieser Kulturlandschaft folgen. Mit seinem Foto-Beitrag, in dem er diese Bilder präsentieren wird, will er sich mit der Frage beschäftigen, inwieweit die Fotografie unabhängig vom Zeitpunkt der Aufnahme das Thema zeitlos auffassen kann. Seine Bilder stehen damit ganz in der Tradition der Piktorialisten bzw. Kunstfotografen. Diese internationale Kunstrichtung wollte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Kunstanspruch der Fotografie durch die Anwendung von handwerklich anspruchsvollen Edeldruckverfahren festigen. Ganz ähnlich lädt Walter Nußbaum seine Bilder mit manipulatorischen Effekten im Sinne der Romantik oder des Symbolismus emotional auf. In seinem vorbereitenden Einleitungsvortrag wird Andreas Perlick einen kleinen historischen Überblick des Piktorialismus geben. Dabei wird er vor allem darauf eingehen, wie damals engagierte Amateure weltweit handwerklich anspruchsvollen Edeldruckverfahren einsetzten. So konnten sie Bildsprachen der Malerei und Graphik, die in der Kunstszene fest etabliert waren, für die Fotografie mobilisieren und damit den Kunstanspruch dieses Mediums festigen. Dieser Abend wird auf den 31. Mai 2021 vorverlegt, wenn der dann geplante Vortrag zu Leica-Objektiven ausfallen sollte.
    • Rheinufer („Versuch einer fotografischen Zeitreise“)

      Dieser Beitrag ist für alle die, die glauben, das Rheintal sei spätestens nach dem Auftauchen der Handys leerfotografiert und ausdokumentiert, millionenfach archiviert in Kisten, Alben, Computern, Datenspeichern. Ja, es gibt eine Bilderwelt jenseits des Mainstreams, eine Welt hinter den Bildern. Sie zu erkunden, zu entdecken ist das selbsterklärte Ziel von Walter Nußbaum. Bei der Frage, wie er dieses Ziel erreichen könnte, mit Pixel oder Pinsel, liegen seine Präferenzen eindeutig bei den „Pixeln“, ohne jedoch dabei den Blick auf Leinwand und Pinsel ganz aus den Augen zu verlieren. Begleiten Sie ihn ein kleines Stück des Weges.

    Der Hintergrund:
    Als sich eine kleine Gruppe von Skulpteuren, Malern und Fotografen aus dem Raum „Oberes Mittelrheintal“ Ende 2019 zu ihrer ersten Arbeitsbesprechung trafen, waren zwar die Vorstellungen und Ideen der einzelnen Teilnehmer noch sehr schemenhaft, aber der gemeinsamer Entschluss stand fest. Das Kunst-Spektrum Bingen und ein Projektteam des Foto-Club Koblenz wagen sich an eine für 2021 geplante gemeinsame Ausstellung unter dem Titel RHEIN!ROMANTIK?.
    In dieser Präsentation hat Walter NUßbaum nun seine Fotos (Bewerbungsbilder für die Ausstellung) und einige seiner Gedanken zu der geplanten Ausstellung und zum Thema „Rhein!Romantik?“ zusammengetragen. Sein Thema lautet „Versuch einer fotografischen Zeitreise“.
    Fotos sind fix und unverrückbar mit der Zeit, in der sie entstanden sind, verbunden, sie sind ein Teil davon. Sie erlauben, im Gegensatz zur Malerei, keine wie auch immer gearteten „Zeitreisen“. Durch Weglassen von Referenzpunkten, die dem Betrachter eine zeitliche Zuordnung ermöglichen oder durch ein gezieltes nachträgliches abstrahieren hat der Fotograf deshalb versucht, seine Fotos aus dieser Fixierung zu lösen. Kurzum, er verfremdet seine Bilder, sei es nun bereits bei der Aufnahme, durch eine entsprechende Kameraeinstellung, eine spezielle Kameraposition oder sei es durch den gezielten Einsatz von Photoshop. Damit verläßt er die traditionellen, oft auch ausgetretenen Pfade der klassischen Fotografie. Für viele der Tradition stärker verbundenen Fotofreunde sind solche „manipulierten“ Fotos per Definition, zu Recht oder Unrecht, keine „Fotos“ im klassischen Sinne. Aber besuchen Sie doch seinen Vortrag und entscheiden Sie einfach selbst, vorurteilsfrei und neutral.