Liebe Fotofreunde*innen
Farben lenken Blicke, Farben bestimmen spontane Emotionen, Farben umgeben uns im Alltag mannigfaltig.
Für den Landesverband Hessen/Rheinland-Pfalz ein geeignetes und allemal herausforderndes Thema für den Landessonderwettbewerb 2025.
So waren die Autoren mit ihren Werken herausgefordert, sich intensiv mit den „Farben des Alltags“ in ihrem Umfeld zu befassen und zu unterstreichen, wie außergewöhnlich sich Alltägliches, häufig spontan wahrgenommen, inszenieren lässt.
Uns, das sind Ingrid Kronthaler, Ute Scherhag, Roland Kennerknecht sowie der Unterzeichner, wurden insgesamt 164 Werke zur Begutachtung präsentiert, die 41 Teilnehmer*innen einreichten.
Dass sich die Verantwortlichen des Landesvorstandes hierbei für die Autoren stark machen, begrüßen wir. Denn mit der lt. Jury-Handbuch zulässigen Maximalquote von 28% errechnete sich ein Mehr an auszulobenden Annahmen, Urkunden sowie Medaillen.
Wir haben zunächst online im Homeoffice getrennt eigene Wertungen festgelegt. Für eine intensive Befassung mit den Arbeiten stand uns ausreichend Zeit zur Verfügung. Der Bewertungsrahmen war von 0 – 9 Punkten vorgegeben. In dieser Phase ließ sich der eigene Blick auf die Werke zur Ergebniskontrolle im Tool technisch problemlos auf verschiedene Arten gegenüberstellen.
Am 29. November 2025 dann eröffnete uns Michael Ntagas online die vorderen Platzierungen über alle Wertungen hinweg für insgesamt (28% =) 46 Annahmen. Unter diesen hervorstechenden Arbeiten galt es während der Schalte in Summe 4 Urkunden und 2 Medaillen auszuloben. Diese Aufgabe erledigten wir zügig und in weitestgehender Übereinstimmung sehr harmonisch.
Zum Inhaltlichen:
Über alle Werke hinweg betrachtet ist eine in ihrer Intensität sehr unterschiedlich ausgeprägte inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema zu erkennen. Der gedankliche Ansatz, Schönheit und besondere Farbkombinationen an Orten zu suchen und zu finden, die im geschäftigen Alltag oft übersehen werden, war mitunter nicht auf den ersten Blick klar ersichtlich. Schwarz-Weiss – Arbeiten, frei nach dem Motto „Black is the Color“, oder auch „Color Key“ – Arbeiten ordneten wir jedenfalls dem Thema mit Blick auf die Aufgabenstellung weniger zu.
Alle Werke waren frei von nennenswert handwerklichen Fehlern, also Fehlbelichtungen, Sensorflecken oder unzulänglicher Fokussierung. Für den feinfühligen Umgang mit den Reglern moderner Bildbearbeitungsprogramme werben wir. Unterschiedliche Farbintensitäten, der achtsame Umgang mit Farbharmonien, genauso das Spiel mit dem Licht fördern die Bildwirkung. Das ist unerlässlich damit sich dem Betrachter der thematische Ansatz auf Anhieb erschließt – last but not least hätte mitunter ein ausgefallener Beschnitt ein Mehr an Ausdruckskraft erzeugt.
Wir gratulieren allen erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu ihren Annahmen und Auszeichnungen.
Allen anderen rufen wir zu … „nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb“. Lassen Sie sich keinesfalls entmutigen, seien Sie kritisch den eigenen Arbeiten gegenüber. Gestatten Sie vielleicht mal Unbeteiligten einen Blick auf Ihre Werke, natürlich ergebnisoffen. So lässt sich die Bildwirkung relativ einfach klären oder es entwickelt sich daraus plötzlich ein neuer, kreativer Ansatz.
Die inhaltlich intensive Befassung mit einem Thema in puncto Umsetzung und Gestaltung hat noch nie geschadet, ist sogar unerlässlich notwendig. Umso überzeugender gestalten Sie Schritt für Schritt jedes einzelne Werk.
Eckernförde, den 02. Dezember 2025
Für die Juroren
Michael Eßig
DVF Nordmark