Stammtischbeiträge ab: 21.12.2020 - 19.12.2022

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Deichtorhallen Hamburg

Die Deichtorhallen Hamburg in Hamburg-Altstadt zählen zu den großen Ausstellungshäusern für zeitgenössische Kunst und Fotografie in Europa. Die beiden historischen Hallen mit ihrer offenen Stahlglasarchitektur wurden von 1911 bis 1913 gebaut. Die Halle für aktuelle Kunst und das Haus der Photographie werden durch eine Dependance in Hamburg-Harburg mit der Sammlung Falckenberg ergänzt. Intendant der Deichtorhallen ist der promovierte Kunsthistoriker Dirk Luckow.  (Wikipedia)


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Hannelore u. Joachim Bliemeister

Hannelore und Joachim Bliemeister

Zu unserem Stammtischbeitrag am 28. Dezember 2020

Nicht die Idealvorstellung von Landschaft à la Ansel Adams, sondern die dokumentarische Sicht auf eine durch Gewerbe, Transport und Naturausbeutung geprägte und verschandelte Umwelt wurde zum Gegenstand einer neuen zivilisationskritischen Fotografie, des New Topographic Movement. Sie wirkt bis in die Gegenwart und hat letzten Endes auch unsere fotografische Herangehensweise beeinflusst. Wir möchten sowohl die unberührte Natur als auch den Einfluss des Menschen fotografisch beleuchten, und zwar oft in Panoramen und überwiegend in schwarzweißer Darstellung.

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Carola Bolte

Das zentrale Anliegen der Photographie ist das Bild. Wir leben in einer Zeit, in der Bilder uns vor allem auf kleinen oder großen Bildschirmen begegnen, seien es die allgegenwärtigen Handys, Tablets, Laptops oder Computer. Die social media haben sicher einen hohen Anteil an dieser Art, Bilder zu konsumieren. Für den engagierten Photographen kann aber sicher nach wie vor die Wirkung des qualitativ hochwertigen Bildes in der Hand oder - noch besser - an der Wand durch nichts ersetzt werden.

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Bernhard Hüsken

INTENSIVSTATION als fotografisches Projekt ist insofern besonders, als für kaum einen Fotografen die Möglichkeit besteht, Bilder dieser Art festzuhalten. Die Erklärung ist einfach: Ich hatte das Privileg eines natürlichen Zugangs zu diesem Bereich, der den Augen der Öffentlichkeit normalerweise verschlossen bleibt; ich war kein Fremdkörper, war Teil des Teams. Beste Voraussetzung also für authentische Bilder.

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Peter Ginter

Peter Ginter ist im besten Sinne Bildreporter, er berichtet uns von der Welt, nimmt uns visuell mit auf seine Exkursionen und berichtet mit großartigen Bildern. Mit seiner Arbeit steht er in bester Tradition der Magazinphotographie, die in der Zeit von Life, Time oder Harper’s Bazaar die Welt ins Wohnzimmer brachte. Dass Peter Ginter das auch in einer Zeit der Bilderflut erfolgreich schafft, liegt an der Qualität seiner Bildfindungen, die Information mit Ästhetik und visueller Sensation vereinen.

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Pierrot Men

Wenn es den Photographen der Kultur und der Menschen auf Madagaskar gibt, dann ist es sicher Pierrot Men. In unvergleichlich sensiblen Aufnahmen beschreibt er das Alltagsleben auf dieser im Osten Afrikas liegenden Insel. Seine Bilder wirken so unglaublich intim, weil er den Menschen so nah ist und er allen auf Augenhöhe begegnet. Er wird einfach als einer der ihren akzeptiert und wird schnell einfach unsichtbar. Kinder liegen ihm besonders am Herzen und sind ihm sehr zugetan. Was besonders beeindruckt sind die harmonischen Kompositionen, die angesichts der Spontaneität der Arbeiten fast unglaublich erscheinen.

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Ulrich Persch (Professor em. Harald Mante)

Professor em. Harald Mante, der in wenigen Wochen sein 85. Lebensjahr vollendet, ist der wohl wichtigste Fotodidaktiker der letzten 50 Jahre im deutschsprachigen Raum. Nach einer künstlerisch-akademischen Ausbildung widmet er sich seit den 1960er Jahren der Fotografie und beschäftigt sich seither schwerpunktmäßig mit den künstlerischen Aspekten des Mediums. Nach Lehraufträgen an verschiedenen Wirkungsstätten wurde Harald Mante 2001 als Professor für Fotodesign an der Fachhochschule Dortmund emeritiert und ist weiterhin als Leiter fotografischer Lehrveranstaltungen und Kurse sowie publizistisch aktiv. 

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Wolfgang Rau

Streetphotography ist ein besonders anspruchsvoller, aber deshalb auch interessanter Bereich der Fotografie, der viele von uns interessiert. Im urbanen Umfeld Augenblicke zu finden, in denen sich das Leben besonders charakteristisch widerspiegelt, in denen die Menschen auf der Strasse zu Akteuren werden, das führt zu Bildern, die uns mitreißen können. Aber diese sehr spontane und kreative Arbeitsweise, in der es nicht so sehr um perfekte Gestaltung geht sondern um instinktives Erkennen vom entscheidenden Moment, kann auch zu Problemen führen.

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Klaus Klein

Von der Einsamkeit mit dem Treidelpferd entlang der Telegraph-Road über den Sentiero Glaciologico zur „Hinterbildgeschichte“
Gedanken und Erfahrungen zu kreaktiven Wegen. Henri Matisse sagte: “Kreativität fängt mit dem Wort ANDERS an.”
Markus Lüpertz konfrontiert seine Studenten mit der Erkenntnis: „Alle Bilder sind schon gemalt“ Was ist Kreativität in der Kunst? Nach Matisse musst du anders sein. Aber wie soll das gelingen, wenn Lüpertz weiß, dass alle Bilder schon gemalt sind.
Selbstmotivation bildet das Fundament.

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Volker Frenzel

Mein Vortrag soll aufzeigen, wie man durch serielles Arbeiten, einer eingenen Bildsprache näher kommt und sich fotografisch weiterentwickelt.  

Inhalt:  

Wettbewerbe drehen sich im Kreis und bringen fotografisch nicht weiter.Drei abgeschlossene Konzepte aus dem Beginn:
Underground, Cool City, Quo Vadis, jeweils 10 Bilder.

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Johannes Kersting

 Wenn er Farbaufnahmen vorstellt, dann handelt es sich nicht nur um farbige Photographien, sondern die Farben sind sein eigentliches Motiv. Auch wenn die von Johannes Kersting präsentierten Farben wirklich aus dem urbanen Leben gegriffen sind, werden sie in seinen Händen doch immer gleich zu einer Graphik. Enge, sehr einfühlsam gesetzte Ausschnitte und ein hoch sensibles Gespür für Farben, Flächen, Farbkontraste und Kompositionen führen zu Bildern, die einen sofort gefangen nehmen. Selten war die Auffassung der Autonomie der Farbe greifbarer. Kleine Hinweise auf den realen Bildursprung verstärken diesen Eindruck nur. 

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Peter Karbe

Sie war klein, schnell und leicht zu bedienen und ließ den Blick durch den Sucher und eine gleichzeitige Kontrolle des Umfeldes zu. Aber dieser Erfolg war auch auf die hervorragende Qualität der Leica-Objektive zurückzuführen. Das wirklich Erstaunliche ist, dass die Erfolgsgeschichte der Leica Kameras und Objektive bis heute anhält. Peter Karbe ist Managing Expert Optics and Platform/ Department Manager Development Optics bei Leica in Wetzlar. Er wird uns einführen in die aktuelle Entwicklung von Objektiven, ihr Design und ihre technischen Eigenschaften. Am 31.05.21 wird er im Photo-Stammtisch aus dem Nähkästchen plaudern.

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Andreas Perlick u. Walter Nussbaum

Abend der Kunstfotografie, Piktorialismus

Am 7. Juni 2021 wird der Stammtischabend ganz im Zeichen der Kunstfotografie, auch als Piktorialismus bekannt, stehen. Im Rahmen des genre-übergreifenden Kunstprojekts RHEIN!ROMANTIK? hat Walter Nußbaum Fotos im Rheintal angefertigt, die den tradierten Bildideen dieser Kulturlandschaft folgen. Mit seinem Foto-Beitrag, in dem er diese Bilder präsentieren wird, will er sich mit der Frage beschäftigen, inwieweit die Fotografie unabhängig vom Zeitpunkt der Aufnahme das Thema zeitlos auffassen kann. Seine Bilder stehen damit ganz in der Tradition der Piktorialisten bzw. Kunstfotografen. Diese internationale Kunstrichtung wollte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Kunstanspruch der Fotografie durch die Anwendung von handwerklich anspruchsvollen Edeldruckverfahren festigen. Ganz ähnlich lädt Walter Nußbaum seine Bilder mit manipulatorischen Effekten im Sinne der Romantik oder des Symbolismus emotional auf. In seinem vorbereitenden Einleitungsvortrag wird Andreas Perlick einen kleinen historischen Überblick des Piktorialismus geben. 

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Lisa und Joachim Lindner

Beruflich als Fotograf in einem Medienhaus tätig, kann Joachim Lindner auch in seiner Freizeit die Kamera kaum aus der Hand legen. Technisch allerdings konzentriert er sich dabei auf das Wesentliche. Keine digitalen Mittelformatkameras, perfekte Beleuchtung oder Models begleiten ihn dann, sondern ­– oft sogar abgelaufene – Diafilme und eine Robert Rigby 4x5 Lochkamera. Über Jahre hinweg hält er so sehr persönliche Motive an den Küstenlinien der Ostsee fest. Die langen Belichtungszeiten führen zu einer ungewöhnlichen Ruhe – beim Fotografen und bei den resultierenden Bildern, zu einer meditativen Haltung der Welt gegenüber, die sich in hervorragender Weise in seinen Aufnahmen mitteilt. In kongenialer Weise schreibt seine Tochter Lisa einfühlsame Texte zu diesen Momenten der „Langen Zeit“. Fotograf und Autorin konnten wir für unseren Stammtisch gewinnen.

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Renate Meyer

Objektivklassiker aus der analogen Zeit am Sensor meiner Nikon D und ihr malerisches Bokeh

Der Begriff Bokeh stammt aus dem Japanischen und bedeutet „verschwommen“ oder auch unscharf, er beschreibt in der Fotografie den bewusst gestalteten Tiefenunschärfebereich. Bei der Entstehung eines Bokehs spielt das jeweilige Objektiv eine tragende Rolle. Durch die besonderen Abbildungseigenschaften alter, analoger Objektive an digitalen Kameras übernimmt der Tiefenunschärfebereich einen größeren Wirkungsanteil am gesamten Bild als bei modernen, korrigierten Objektiven und hat dadurch mehr als nur eine dem Hauptmotiv dienende Rolle, manchmal sogar eine malerische oder auch „dreidimensionale“. Typisch für viele Bokehs sind die durch Lichtreflektionen entstehenden Unschärfekreise.

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Martina Bilke und Volker Frenzel

In dem Projekt "metropolis" werden die Kunstformen Fotografie und Literatur miteinander verbunden. Martina Bilke, Mitglied der Darmstädter Textwerkstatt, und Volker Frenzel, Fotograf, wagen das Experiment, die gewohnte kreative Umgebung zu verlassen und zusammen etwas Neues zu schaffen.
Volker Frenzel gibt mit fotografischen Serien die Themen vor, Martina Bilke entwickelt einzelne Motive assoziativ weiter zu Texten in Lyrik und Prosa.

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Udo Krämer

Bildrauschen

Das Einstellen hoher ISO-Werte bei Digitalen Kameras wird immer wieder diskutiert, oftmals unterschätzt, ängstlich vermieden und selten ausgereizt.
Sehr schade, denn im Vergleich zu den analogen Filmen, bei denen bereits ab ISO 400 ein deutliches Filmkorn sichtbar war liegen hier die Vorteile klar bei den digitalen Systemkameras. In der heutigen Zeit sind ISO-Werte möglich, von denen man als Analogfotograf geträumt hat.

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Martina Bilke und Volker Frenzel

metropolis  In dem Projekt "metropolis" werden die Kunstformen Fotografie und Literatur miteinander verbunden. Martina Bilke, Mitglied der Darmstädter Textwerkstatt, und Volker Frenzel, Fotograf, wagen das Experiment, die gewohnte kreative Umgebung zu verlassen und zusammen etwas Neues zu schaffen.
Volker Frenzel gibt mit fotografischen Serien die Themen vor, Martina Bilke entwickelt einzelne Motive assoziativ weiter zu Texten in Lyrik und Prosa.

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Evelin Lieback

Das Vertraute ist dem kreativen Prozess nicht immer förderlich, oft inspiriert uns vor allem das Neue. Deshalb sind bei Fotografen Reisen so beliebt und Reisemotive so verbreitet. Evelin Lieback allerdings geht diesen Weg deutlich engagierter an. Als Ärztin auf Kreuzfahrtschiffen hat sie schon aus beruflichen Gründen die Welt bereist, allerdings dabei Ihre Liebe zur Fotografie nie aus den Augen verloren. Mit ihrem Vortrag, den sie am xx.xx.xx halten wird, werden wir von Ihr mitgenommen in die eisigen nördlichen Breiten und ihre Arbeiten zu Eisbergen sehen.

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Thorsten Mehlfeldt

Die Landschaftsfotografie von Robert Adams

Die Landschaftsfotografie von Robert Adams (geb. am 8. Mai 1937) fordert unsere Sehgewohnheiten heraus. Robert Adams, einer der Fotografen in der berühmt gewordenen Ausstellung „New Topographics. Photographs of a Man-altered Landscape“ (1975), präsentiert ruhige, oft als sachlich und melancholisch empfundene Landschaftsfotografien in Schwarzweiß. Dabei geht es Adams um weit mehr als bloßes Dokumentieren. Die Zurückdrängung unberührter Landschaften in Colorado aufgrund der sich immer weiter ausbreitendenden Vorstädte, Umweltzerstörung und umfangreiche Abholzungen haben Robert Adams tief besorgt. Dies drückt er in seinen wohlkomponierten Fotografien aus. Dabei zeichnet seine Fotografien eine „Schönheit“ und Ästhetik aus, die sich von einer „romantisierenden“, die ursprüngliche Natur idealisierenden Art der Landschaftsfotografie deutlich abgrenzt. Mit seinem fotografischen Stil stellt Adams daher den Mainstream der aktuellen, teils knallbunten und bemüht spektakulären Landschaftsfotografie in Frage. Dass Robert Adams vor seiner Karriere als preisgekrönter Fotograf Dozent für Englisch war und sich in Büchern und Interviews zu seiner Fotografie geäußert hat, erleichtert einen Zugang in sein umfangreiches Werk.

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Volker Frenzel "Schön ist anders"

Schön ist anders

Bilder aus dem Haus der Offiziere in Wünsdorf.

Ich konnte mich dort einige Stunden frei bewegen und fotografieren.

Nun möchte ich mit dem Plenum diskutieren, wie schön Fotos zu sein haben, damit sie erfolgreich sind.

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Volker Frenzel "Gegen den Wind"

Die Nordsee im Herbst hat etwas Meditatives.

Begleiten Sie mich bei teilweise stürmischen Spaziergängen.

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Zu Gast beim Stammtisch: Christopher Thomas "From Polaroid to Bittersweet"

Christopher Thomas ist Absolvent der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie und arbeitete zunächst enorm erfolgreich als Werbe- und Reportagefotograf in der ganzen Welt. Zahlreiche Auszeichnungen machen den Stellenwert dieses in München lebenden Fotograf deutlich. Sobald man allerdings sein künstlerisches Werk entdeckt, wird schnell klar, dass Christopher Thomas eigentlich ein Zauberer ist. Er liebt die Großstadt, entdeckt in ihr allerdings eine magische Seite, die uns Normalsterblichen nur durch seine Bilder zugänglich ist. Mit Großformatkamera und Polaroidfilm ausgerüstet und mit Langzeitbelichtungen feiert er die Monumentalität der Gebäude, Strassen und Plätze, präsentiert sie als edle Drucke, die die Anmutung früherer Radierungen haben. So bekommen die portraitierten Städte den Charakter von Bühnenbildern oder Skulpturen, die von Thomas jenseits der normalen Erlebniswelt als Sehnsuchtsorte vorgeführt werden. Nach dem Abschluss dieses Projekts der Städteportraits sucht Thomas weiter nach der Magie in unserer Welt, diesmal in betörenden Farben und in lost places. Der Besuch von Christopher Thomas ist für den 31.10.2022 geplant, wenn nicht wichtige Termine des Fotografen dazwischen kommen. Wir freuen uns auf ihn und sein Werk.

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Evelin Lieback "Das Kumbh Mela - das größte Festival der Welt"

Im Jahr 2019 habe ich im Rahmen einer Fotoreise das Maha Kumbh Mela Fest in Allahabad erleben und fotografieren können.

Es wird alle 12 Jahre gefeiert und ist das größte Fest der Menschheit. 70 Millionen Menschen reisen innerhalb von zwei Monaten zu einer Flusskreuzung in Nordindien. Sie alle wollen im heiligen Wasser des Ganges baden und so der Erlösung im Nirwana ein Stück näher kommen.

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Joachim Steurer, Fotografische Reise über die Route der Industriekultur

Was ist die Route der Industriekultur Regionale Einordnung Eigene Erfahrungen Beispielfotos Internetlinks Es gibt eine Vielzahl von historischen Routen in Deutschland, die die industrielle Geschichte beleuchten und erlebbar machen. Die Route der Industriekultur in Nordrhein-Westfalen ist wohl die bekannteste und umfangreichste. Sie wird durch offizielle Beiträge und eigene Bilder beschrieben.

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Vera Wolber "der Busch erwacht" 21.11.2022

Im März 2005 war ich zum ersten mal im südlichen Afrika. Und schon damals hat sie mich ergriffen, diese Sehnsucht nach der „Magie Afrikas“. Seitdem habe ich mehrfach Südafrika und Namibia besucht und war zur Krönung (bisher) einmal in Botswana.

Bei zahlreichen Drives haben Fährtensucher und Ranger alles möglich gemacht, damit wir die Wildnis in ihrer unendlichen Schönheit erleben konnten. Dabei hat es mir besonders der frühe Morgen angetan. Es ist noch frisch, die ersten Sonnenstrahlen wärmen, der Tag erwacht und mit ihm der Busch. Licht, Geräusche und Gerüche sind außergewöhnlich, meine Sinnesorgane sind hell wach. Es riecht nach Minze und das Licht wirkt magisch. Tierstimmen sind zu hören und schon stehen wir mitten in einer 500 Tiere umfassenden Herde Büffel, sehen einen beeindruckenden Elefantenbullen, wecken auf dem Weg liegende Nashörner oder bestaunen 3 m neben uns, die sich in der Sonne räkelnden Löwen.

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Vera Wolber / Pinboard Beitrag "Strassenkunst auf Madeira". 03.04.2023

Seit 2011 gestalten Künstler die Türen der Altstadt von Madeiras Hauptstadt Funchal. Das Motto der Aktion lautet "Projecto artE pORtas abErtas“ (Projekt Kunst der offenen Türen). Diese Open Air Ausstellung soll die Stadt für die Kunst öffnen.
Das an der Südküste liegende Câmara de Lobos hat seine Türen und Fenster teilweise mit Kunst aus Getränkeverpackungen und Kanistern verziert.
Und im nahen Ponta do Sol kann man die "Parede de Memórias" (2017) der portugiesischen Künstlerin Patricia Sumares bewundern.

Der Beitrag wird ca 20 Minuten dauern.

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Bernhard Huesken

"KONSUMWELTEN"  In einem der größten Einkaufzentren Deutschlands, menschenleer und nach Einbruch der Dunkelheit, Aufnahmen zu machen, ist eine reizvolle fotografische Vorstellung. Das rege Treiben der Passanten hat sich gelegt, die gläsernen Fassaden mit ihren Spiegelungen und der besonderen Lichtatmosphäre bieten außergewöhnliche Bilder. Die Puppen in den Schaufenstern der Kaufhäuser und Ladengalerien, die dort eine Art Eigenleben zu führen scheinen, welches im hellen Tagesicht der gewöhnlichen Aufmerksamkeit entgeht, präsentieren sich dem Betrachter auf eigenartige, surreale Weise. Sogar die Parkhäuser und Warenannahmen erscheinen in der Dunkelheit in einem anderen, einem besonderen Licht.

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Volker Frenzel

Volker zeigt uns ca. 14 "Nachtpanoramen" aus Darmstadt. Für seinen Beitrag hat er 20 Minuten angesetzt.

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Helga Warnke

Die lange Geschichte eines kleinen Vereins

Vor rund 350 Jahren wurde auf dem Weinackergelände Rotwein angebaut. Dieser Tatbestand wurde von den Gründern des Gartenvereins vor rund 25 Jahren zum Anlass genommen, der zu gründenden Gemeinschaft den Namen Obst- und Gartenanlage „Weinacker“ zu geben. Nach dieser weinseligen Zeit bewirtschaftete eine Grundstücksgemeinschaft 16.000 qm des Bodens mit überwiegend Obstbäumen. Die Bäume tragen zwar Obst, aber es wurde nicht geerntet. In diesem Jahr wurden die ersten Schritte für eine Kleingartenanlage eingeleitet.

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Joachim Steurer

Die Makrofotografie entführt in unbekannte, faszinierende Welten. Hierzu gibt es eine Vielzahl an Ausrüstung und Tipps, die in diesem Beitrag vorgestellt werden. Abgerundet wird das Ganze durch verschiedene links zu Videos, die unterschiedliche Aspekte beleuchten sowie Beispielfotos.

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Axel Lischewski

Astrofotografie kann auch ohne technisch aufwendigere Hilfsmittel wie Nachführungen oder azimutale Montierungen ein faszinierender Bereich der Fotografie sein. Ich möchte gern ein bißchen Einblick in die Technik geben, mit der ich Stern- und Michstrassenaufnahmen anfertige, und auch, mit welchen Einstellungen in Lightroom die Aufnahmen am besten zur Geltung kommen. 

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Alex Timmermans

Alex Timmermans ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. Er entführt uns mit seinen Bildern in eine geheimnisvolle Welt, in der der Sündenfall nicht stattgefunden hat, die Partnerschaft mit den Tieren nicht aufgekündigt wurde, in der Zeit noch keine Rolle spielt. Mit seinen liebenswert skurrilen Figuren führt uns Alex Timmermans vor, was von unserem eigenen Leben zu halten ist. Immer heiter, oft ein wenig melancholisch regt er uns immer zum Nachdenken an. Seine Ideen sind - man kann es nicht anders beschreiben - großartig. Sie allein würden ihn als Fotografen unbedingt sehenswert machen. Aber diese Ideen werden zusätzlich veredelt, indem sie auf nasse Kollodiumplatten belichtet werden. Diese Technik, besser unter dem angelsächsischen Begriff wet plate process bekannt, wird in den letzten Jahren wieder zunehmend eingesetzt. Die Bildsprache dieses Prozesses ist so eindrucksvoll, dass sie in vielen Bildbearbeitungsprogrammen simuliert wird. Die antiquierte Bildsprache der echten wet plates von Alex Timmermans macht seine Bilder zu Artefakten, die so wirken, als hätte man sie in einer seit hundert Jahren nicht mehr geöffneten Truhe auf einem verstaubten Hausboden gefunden, als wären sie aus einer anderen Welt, einer Fabelwelt. Selten findet man eine solche gelungene Symbiose von Bildidee und Fotoprozess.

Im Rahmen unseres einjährigen Jubiläums konnten wir Alex Timmermans als Jubiläums-Gastredner gewinnen um von ihm zu hören, welche Geschichten sich hinter seinen Bildern verbergen. Sein Vortrag findet am 4. Oktober 2021 statt und steht für alle Interessenten offen.



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Zu Gast beim Stammtisch: Diandra Donecker "Fotografie ist unglaublich sexy"

Diandra Donecker ist Kunsthistorikerin MA und Geschäftsführerin und Partner des Auktionshauses Grisebach in Berlin. Erfahrungen konnte Frau Donecker im Metropolitan Museum in New York, im British Museum in London und beim renommierten Auktionshaus Christie’s in der Repräsentanz in München sammeln. Bei Grisebach ist Donecker seit 2017 und seit 2019 leitend tätig. Hier ist sie unter anderem in ihrer Rolle als Leitung der Abteilung für Photographie verantwortlich für eine Aktualisierung der Sparte. Als so ausgewiesene Expertin für Photographie gibt es wohl nicht viele, die ähnlich qualifiziert sind, über den internationalen Photographiekunstmarkt zu sprechen. Es mag zunächst verwunderlich erscheinen, die Geschäftsführerin eines Auktionshauses zum Photostammtisch von Amateuren einzuladen – einmal ganz abgesehen von ihrer überraschenden und freundlichen Zusage. Wir glauben, dass der Kunstmarkt so großen Einfluß auf die Rezeption von Kunst hat – auch von uns Amateurphotographen – dass es ganz besonders wichtig ist mit Menschen zu sprechen, die sich in diesem Bereich auskennen und ihn sogar selbst gestalten. Frau Donecker wird uns also am 16. Januar 2023 entführen in die Welt der Kunst und des Kunstmarktes -  der sicher für viele von uns eher verschlossen,  wenn nicht völlig unbekannt ist. Es kann eigentlich nur hochspannend werden.



Volker Frenzel "Meeting of Styles Wiesbaden"

Es handelt sich hier um ein Sprayerfestival der Großen dieses Genres, nicht vergleichbar mit den Schmierereien an Autobahnbrücken usw. 
Wie kann man sich dieser Kunst fotografisch nähern, ohne sie abzufotografieren.

Ein Versuch.


Andreas Perlick "Architekturfotografie einmal anders"

Wir alle haben unsere Vorstellungen, wie man Architektur fotografisch kommunizieren sollte, vielleicht sogar muß. Dass es auch ganz anders geht, können wir von Anna Dévis und Daniel Rueda lernen. Beide haben Architektur studiert und ihr erklärtes Ziel ist es , Lust auf Architektur zu machen. Andreas Perlick wird diese beiden Fotografen am 3. Oktober 2022 mit einer Reihe typischer Bildbeispiele vorstellen und über sie berichten. Dabei wird sich möglicherweise herausstellen, dass wir aus diesen Arbeiten eine ganze Menge für uns selbst lernen können.

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Ernst.Fritzemeier "Koblenz" 21.11.2022

 



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Sonderveranstaltung Präsentationsabend mit Tim Jones

Der britische Fotograf, Künstler und Musiker Tim Jones arbeitet multimedial und bedient sich insbesondere auch neuer Medien und Technologien. Seine Arbeiten befassen sich mit dem, was er als das "Andere" bezeichnet: mit einer verborgenen Welt, die über oder unter unserer eigenen existiert. Ob geprägt durch ein furchteinflößendes Gefühl des Schreckens, oder durch eine befreiende, optimistische Atmosphäre, vermittelt diese Parallelwelt Jones inneren Frieden und Sicherheit, und lässt ihn die Realität und Wahrhaftigkeit unserer Welt und die des "Anderen" hinterfragen. Jones lebt und arbeitet in Bristol.
Der Termin wird als Zoomkonferenz durchgeführt: Dienstag 29. November um 19:00 Uhr Frenzel, Volker



Ernst.Fritzemeier "Ästhetische Aktfotografie" 20.11.23

Ästhetische Aktfotografie

Im Studio mit Blitzlicht

Licht und Schatten malen

sowie

im Loft mit natürlichem Licht

perfekt die Hauttöne abbilden.

Ernst Fritzemeier berichtet über seine fotografischen Erfahrungen bei der ästhetischen Aktfotografie, bei der auch die Unterschiede zwischen den Bildergebnissen in Farbe und Schwarz-Weiß herausgearbeitet werden.

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Rene' Staud

René Staud, der Grandseigneur der Automobilfotografie, gehört uneingeschränkt zu den renommiertesten Werbefotografen der Welt. Dennoch begann er in jungen Jahren zunächst ganz bodenständig mit einer Lehre in einem Porträt- und Fotofachgeschäft. Erst 1971 entwickelte er letztendlich seine Präferenzen für „Stahl und Lack“ gegenüber den Schönheiten aus „Fleisch und Blut“.

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Rüdiger Schmidt

Mein Beitrag wird sich mit der nondestruktivität von Lightroom befassen, und der Panik vieler Nutzer, wenn mal „plötzlich alle Bilder weg“ sind. Evtl. noch mit der Möglichkeiten einer Katalog-Reparatur.

„Die nondestruktivität von Lightroom“  Immer wieder hört man von frustrierten Lightroom-Nutzern, dass sie Lightroom den Rücken kehren, weil „plötzlich alle Bilder weg“ waren, oder weil es zu unübersichtlich sei oder anderen Fehlern. Das muss nicht sein, wenn man die Funktion des Programmes mit seiner Katalog-Basis versteht. Der vielleicht größte Vorteil von Lightroom ist die komplett zerstörungsfreie Entwicklung und Verarbeitung der Bilder. Dazu geht Adobe den Weg der Katalogisierung, wozu aber immer erst mal ein Bilder-Import nötig ist. Nur durch die Arbeit mit Katalogen ist sichergestellt, dass Lightroom niemals ein (Original-)Bild auf dem Computer antasten wird, auch nicht bei intensivster Entwicklung desselben. Die Bild-Originale bleiben. 

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Elif Ersin Sarıgül

„ Die Schönheit und die Launen des Lebens“ nach dem Zitat:

 Today, a great deal of Western culture seems rooted in remoteness, anger, alienation, and squalor. I want people to see the beauty and whimsy in life, not its ugliness. I feel the need to reach out for its soul, its depth, and its underlying beauty. I represent a world that is possible if people act their best. It’s a world that’s slightly beyond reach, beyond everyday experience, but it’s definitely not impossible.

Elif Ersin Sarıgül beschäftigt sich mit Rodney Smith 

 

Heute scheint ein großer Teil der westlichen Kultur in Abgeschiedenheit, Wut, Entfremdung und Elend verwurzelt zu sein. Ich möchte, dass die Menschen die Schönheit und Laune im Leben sehen, nicht seine Hässlichkeit. Ich verspüre das Bedürfnis, nach seiner Seele, seiner Tiefe und seiner zugrunde liegenden Schönheit zu greifen. Ich vertrete eine Welt, die möglich ist, wenn Menschen ihr Bestes geben. Es ist eine Welt, die etwas außerhalb der Reichweite liegt, jenseits der alltäglichen Erfahrung, aber es ist definitiv nicht unmöglich.

Erzählst Du mir eine Geschichte?

Diese Frage steht wohl schon immer im Raum, wenn Menschen zusammenkommen. Geschichten waren vor allem in Zeiten, als es noch keine Filme gab, eine nicht wegzudenkende Unterhaltung. Viele Geschichten hatten aber auch erzieherische Intention, vermittelten Erfahrungen der Vorfahren oder gesellschaftliche Werte. Sie waren – ganz im Gegensatz zur heutigen Sichtweise – eher für Erwachsene als für Kinder gedacht. Die Photographie war von Beginn an eher ein dokumentarisches Kommunikationsmittel – ein Mittel der Geschichtenerzählens war sie zunächst nicht. Das das so nicht sein muß, zeigte schon Hippolyte Bayard, ein wichtiger, aber nicht anerkannter Photopionier, in den frühen 1800er Jahren, als er sich mit einem Photo als als Ertrunkener darstellte. So protestierte er gegen die ihm angetane Ungerechtigkeit. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von photographischen Geschichtenerzählern. Sowohl in der Werbung als auch in der künstlerischen Photographie spielen Geschichten nun eine bedeutsame Rolle. Wir wollen im Zusammenhang unseres einjährigen Geburtstages eine kleine Reihe ausrufen, die sich mit solchen Photographen beschäftigt. 

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Annemarie Zethof und Martijn van Pieterson

An diesem Stammtischabend haben wir Galeristen aus Antwerpen zu Gast, die uns ihre Galerie und die japanische Fotografie nahebringen wollen. Die Fotografie ist eine westliche Erfindung, die im 19. Jahrhundert von den Niederländern und Amerikanern in Japan eingeführt wurde. Diese Vertreter der westlichen Kultur brachten den Japanern die Fotografie also bei, so dass die japanische Fotografie zunächst stark vom Westen beeinflusst wurde. Später wurden jedoch spezifische Elemente der japanischen visuellen Kultur in die Fotografie aufgenommen, die sich so zu einer echten japanischen Fotografie entwickelte. Die beiden Galeristen Annemarie Zethof und Martijn van Pieterson bringen uns in inzwischen 48 Ausstellungen immer wieder neue fotografische Positionen nahe. In wunderbaren Räumen präsentieren sie in sensibel gestalteten Hängungen japanische, aber auch europäische Künstler, die sich der japanischen Bildsprache widmen. Wir freuen uns, beide Galeristen bei uns begrüßen zu dürfen, Einsichten in ihr Spezialgebiet und in einige Ausstellungen zu bekommen und zu lernen, wie eine Galerie betrieben wird.

On this regulars' evening we have gallery owners from IBASHO in Antwerp as our guests who want to introduce us to their gallery and Japanese photography. Photography is a Western invention that was introduced to Japan by the Dutch and Americans in the 19th century. These westerners thus educated the Japanese about photography and therefore there has been great Western influence in Japanese photography. However, later on specific elements within Japanese visual culture have been included into the photography that consequently developed into a genuine Japanese photography. The IBASHO gallery in Antwerp is a place to discover the visual language of Japanese photography. The two gallery owners Annemarie Zethof and Martijn van Pieterson keep introducing us to new photographic positions in what are now 48 exhibitions. In wonderful rooms, they present sensitively designed hangings of Japanese, but also European artists who are dedicated to the Japanese visual language. We are pleased to welcome both gallery owners, to gain insights into their special field and into some of their exhibitions, and to learn how a gallery is run.

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Götz Walter und Andreas Perlick "Entscheidet der Moment?" 16.05.2022

Fotografieren ist ganz sicher eine Sache des Augenblicks. Das fotografische Bild hält den Augenblick fest, für immer, dieser muß also bedachtsam gewählt werden. Das scheint banal zu sein, ist es aber offenbar nicht, wenn man bedenkt, wie komplex die Sache wird, wenn man sich auf sie einläßt. Und genau das wollen Götz Walter und Andreas Perlick in einem Gespräch mit allen Teilnehmern des Abends tun. Dazu wird Götz Walter mit eigenen Bildern sowie Bildern der Fotografen Henri Cartier-Bresson und Roger Melis das berühmte Konzept des entscheidendenden Augenblicks vorstellen. Andreas Perlick schließt sich mit weiteren Überlegungen an. Dann sollen verschiedenste Aspekte zur Bedeutsamkeit von Augenblick und Moment für die Fotografie diskutiert werden. Es wird einiges vorbereitete Material zur Anregung geben, im Mittelpunkt dieses Abends soll aber die Diskussion untereinander stehen.

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Erstes Präsenztreffen der Stammtischmitglieder 30.09. – 02.10. 2022

Fotostammtisch-Ausflug nach Koblenz vom 30. Sept. – 2. Oktober 2022

Vom 30. September bis 02.Oktober 2022 treffen sich einige Stammtischmitglieder in Koblenz im Gasthaus zum Remstecken zum ersten gemeinsamen Interessensaustausch. Neben Tagesgästen besteht der größere Teil der insgesamt 12 Teilnehmer aus Übernachtungsgästen. Wir beginnen unser Programm noch am Anreisetag mit einem Besuch im Bundesarchiv in Koblenz.

Am Samstag geht es dann gleich hoch hinaus. Wir erstürmen per Gondel die Festung Ehrenbreitstein (Führung: Adolf Eberle), besuchen die Fotoausstellung „junge Fotografen“, machen eine Stadtführung durch Koblenz (Führung: Herbert Kohtes) und kommen dann endlich zum eigentlichen Höhepunkt des Tages, unserem ersten FOTO-TALK (einmal nicht auf der Couch).

Am Sonntag schwimmen oder rollen wir „wasserstandunabhängig“ mit dem einzigen „Raddampfer“ am Mittelrhein in Richtung „Loreley“. Auf abgetretenen Pfaden (William Turners Spuren) erklimmen wir (zusammen mit tausenden Touristen), alle magisch angezogen von den verführerischen Reizen der Loreley, (wie Mücken vom Licht), ihren gleichnamigen Hausberg. Wer das alles überstanden hat, bereitet sich dann, (sofern er nicht nach Hause muss), auf unseren zweiten FOTO-TALK vor.  

Das Orgateam

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Helga Warnke "SAYNER BANALITÄTEN" 21.11.2022

Die Idee zu diesem Projekt entstand in einer Fotogruppe mit folgendem Thema:

Quadratische Bilder in Schwarzweiß

Da die Pandemie, die in diesem Jahr herrschte, uns keine größeren Reise- und Unternehmungsmöglichkeiten bot, waren Aufnahmen in der näheren Gegend, d. h. Bendorf-Sayn, gefordert. Und was lag da näher, als im und ums Haus, in der Nachbarschaft und in Sayn besonders im Ortsteil Alt-Sayn zu fotografieren.

Es wurde spontan fotografiert, mit verschiedenen Kameras oder dem Handy. Bei manchen Apperaten bestand die Möglichkeit, das quadratische Format einzustellen ebenso den sw-Modus. War es nicht möglich, wurde eben quadratisch und in schwarzweiß gedacht.

Soweit notwendig wurden zur Bearbeitung LR oder die Nik-Filter benutzt.

Der kleine Stadtteil Alt-Sayn bot neben seinen vielen Sehenswürdigkeiten, die für mich jedoch weniger wichtig waren, in seinen 2 Straßen viel Skurriles, die es wert waren, festgehalten zu werden. So klein der Ort auch ist, so gab und gibt es immer noch bei jedem Spaziergang durch die Straßen Neues zu entdecken.

Auf Grund der zahlreichen Aufnahmen entstand die Idee zu einem kleinen Buch.

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Bernhard Huesken "Wadi-Rum" 20.11.23

Die Landschaft des Wadi Rum in Jordanien ist berühmt für seine rot/braunen Sandsteinmassive. Zusammen mit vier Bergsteigern war ich dort vor fünf Jahren unterwegs.
Im Fokus der vorliegenden Fotografien steht aber nicht etwa nur die einzigartige Landschaft. Wadi Rum Village, am Rande des Wadis gelegen, stellt eine Art Eingangstor zu dieser Wüste dar. Das Leben der dort niedergelassenen Beduinen, die mir offen und freundlich begegneten, in der kargen Umgebung des Wüstendorfes fotografisch zu dokumentieren, war ein Erlebnis, das man als ungewöhnlich bezeichnen kann.

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Helmut Wagner "Berge im Tal – ein fotografisches Projekt"

Halt! Hier scheint es sich um einen Widerspruch per se zu handeln – konstituieren Berge doch erst ein Tal. Zudem zeigen sich alle hier vorgestellten Berge ohne Vegetation. Das scheint nur in großen Höhen möglich zu sein, in denen Trockenheit und Kälte vorherrschen, wie z.B. in Chiles Atacama Wüste. Dennoch dokumentieren viele der Bilder, dass ohne das Vorhandensein von Wasser diverse Säulen und Ausschwemmungen sowie Hangabbrüche nicht entstanden sein können. Auch bringen trockene Wetterphasen brüchiges Material ins Rutschen, in dem kein Halt mehr zu finden ist. Neben interessanten Strukturen faszinieren aber nicht minder diverse Mineralien mit verschiedenen Farbverläufen in den übereinanderliegenden oder sich vermengenden Materialschichten.
Berge zeigen sich in vielfältigen Formen; sei es als Mesa wie im Südwesten der USA, sei es als ebenmäßige Vulkankegel oder als zerklüftete Grate mit von der Erosion geformten Säulen. Nicht selten lassen sich sogar menschliche oder tierische Formen erkennen, die die Phantasie spielen lassen und Namensgeber sind.
Es ist mir ein Anliegen, mit diesem Projekt zu zeigen, dass Widersprüche im Denken und Sehen als „entweder – oder“ offenbar nicht zu dulden sind, aber auf einer höheren Ebene – hier „im Tal“ - ein normaler Teil der Realität im Sinne von „sowohl – als auch“ sind und somit gleichberechtigt nebeneinander stehen.

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Frank Kunert

Frank Kunert und seine Miniaturkulissen. Er  beschreibt mit seinen skurrilen Fotoarbeiten den Menschen nicht als vernünftiges Geschöpf, sondern höchstens als – theoretisch – zur Vernunft befähigtes Wesen. Aber welche Grundeinstellung liegt dann seinen Bildern seinen Bildgeschichten zu Grunde?
Die abstrusen Welten, die er in seinen Bildern zeigt, sind unsere ganz alltägliche gewohnten und vertrauten. Mit überhöhten und karikierten Details schafft er eine Kulisse, die auf den ersten Blick vertraut wirkt, bei näherem Hinschauen aber nicht mit der Realität übereingebracht werden kann. Nichts fehlt, einiges ist zu viel, Vertrautes täuscht über logische Brüche hinweg. Erst diese Brüche machen das uns Vertraute offenbar, hinterfragen es und offenbaren skurrile Eigenheiten unseres Handelns und Denkens, unsere Gewohnheiten. Die Bilder von Frank Kunert reizen zunächst zum Schmunzeln, machen aber dann nachdenklich, lenken unseren Blick auf uns, unsere Eigenheiten unsere Vorurteile. Fast zwingend fühlen wir uns genötigt zu fragen, ob wir selbst tatsächlich auch SO sind. Die Szenen von Frank Kunert sind so eingängig, weil sie technisch völlig überzeugend sind. Sie basieren oft auf dem liebevollen Bau von Modellen, aber vor allem anderen auf einem kreativen Humor, der aus jedem Bild hervorlugt.

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Olga Fritsche "CLICHÉ VERRE"

Diese fotografische Technik entwickelte sich Mitte des 19. Jahrhunderts aus der
Glasplattenfotografie.
Es waren die damals lebenden Maler, die ihr Motiv in eine geschwärzte Glasplatte geritzt, in der Dunkelkammer als Kontaktbogen auf Fotopapier übertragen und entwickelt haben.
Am intensivsten wandte diese Technik Camille Corot an, im 20.Jahrhundert waren es
Picasso, Man Ray u. a., die diese Technik praktiziert hatten.
Heute hat „Cliché Verre“ mehr eine künstlerische und/oder ästhetische Bedeutung, wie auch
z.B. Linoldruck. Es ist ein Hybrid zwischen Malerei und analoger Fotografie. Die digitalen Bearbeitungsmöglichkeiten der „Schwarzen Platte“ eröffnen ein weites kreatives Feld für Fotografen, die gerne was Neues, nicht Bewährtes, dafür aber Spannendes und selten Gesehenes kreieren möchten.
In meinem geplanten ausführlicheren Vortrag werde ich anhand von Bildbeispielen Näheres
erläutern. 

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Walter Nussbaum

Rheinufer / Der Rhein als Transportweg

Auch in seinem zweiten Beitrag beschäftigt sich Walter Nussbaum wieder mit dem Thema Rhein. Im Gegensatz zu seinem ersten Beitrag sind in diesem die Bezüge zur Malerei beim Bearbeiten und die Motivwahl deutlich enger gesetzt. Keine Burgen, keine nennenswerten klassisch-romantischen Passagen. Stattdessen geht es um den Rhein als Schlagader der Industrie, um eine nach ökonomischen Aspekten optimierte und in ihrer Funktionalität auf einen Transportweg reduzierte Wasserstraße.

Erzählt wird einerseits in klassischer Form mit Einzelbildern, aber auch in kleinen Bildsequenzen oder Bildstrecken, jeweils in fotografisch stark verdichteter Form. Die Bildstrecken frieren darüber hinaus die Szenarien rund um das Gesehene zeitlich ein und überspannen je nach Thema ganz unterschiedliche Zeiträume – vom Augenblick bis zu längeren, zeitgerafften Phasen. Es geht um die Veränderung eines Objektes, um den Facettenreichtum, den eine kurzfristige oder längere Veränderung mit sich bringt, wie z.B. bei der Bildstrecke „Hamburg /St. Goarshausen”, oder aber auch um nur wenige Minuten andauernde kurzfristige Veränderungen, wie z.B. bei der Bildstrecke „Die Welle”. So werden in einigen Bildstrecken die temporäre visuelle Symbiose zwischen dem ursprünglichen, dem vertrauten, ungestörten Bild und dem manchmal nur für Augenblicke dramatisch verändert verzerrten realen Bild präsentiert. Im Fokus steht das „Bild” des erlebten Augenblicks, was oft nur wenige Minuten später wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückfällt – wie die Landschaft bei einem vorbeifahrenden Zug.

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Axel Lischewski "Die Färöer Inseln"

"Die Färöer Inseln, manchmal auch Schafsinseln genannt, gehören zum Königreich Dänemark - eine Gruppe von 18 Inseln mit autonomer Landesregierung. Sie liegen im Nordatlantik zwischen Schottland, Norwegen und Island. Entdeckt und besiedelt wurden sie bereits im Mittelalter, und auch heute sind sie wieder sehr in Mode – aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit und nicht zuletzt „Dank“ der Verbreitung von Bildern begeisterter Besucher über Instagram und andere soziale Netzwerke. 
Für den Fotografen bieten die Färöer ein reiches Betätigungsfeld, da die Landschaft wie auch das Klima, obgleich rau, sehr vielfältig sind. Ich war im September 2021 mit zwei weiteren Fotobegeisterten ein erstes Mal auf den Färöern und möchte euch gern auf eine kleine visuelle Entdeckungsreise mitnehmen. Es wird die Rede sein von Kirchen und Schafen, Felsnadeln und grünen Bergen, einsamen Dörfern und ultramodernen Tunneln, Stürmen und Regenbögen,…
Ich beantworte dann auch sehr gern Fragen zur Technik und allen möglichen anderen Themen und freue mich auf eure Teilnahme und über euer Interesse!

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Klaus Klein "15 Jahre Urban Sketchers"

2007 ruft Gabriel Campanario die Urban-Sketchers-Bewegung in Seattle (USA) ins Leben. Inzwischen bilden Tausende von Künstlern eine weltweite Gemeinschaft der Urban Sketchers (USk)

Das Manifest der Urban Sketchers:

„Wir zeigen die Welt, Zeichnung für Zeichnung!“.

Die Aktivitäten der Urban Sketchers:

Gruppen, Material, Werkzeuge

Die Urban Sketchers-Gemeinschaften / Symposien:

International, national, professionelle Künstler oder begeisterter Amateur. 

 

Bin ich nur dann Urban Sketcher, wenn mich der Community anschließe Teil?

Bleibe ein Anhänger des traditionellen Skizzenbuchs, wenn ich kein Mitglied der Community bin, meine Skizzen nicht ins Netz stelle und keinen Blog habe?

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Volker Frenzel "Orte" Sonderstammtisch am 22. Okt.

Am 22. Okt. um 14:00 Uhr veranstalten wir als Sonderstammtisch die deutschlandweite online Präsentation der Ergebnisse des DVF Jahresthemas "Orte".
Es werden viele der 40 Autoren anwesend sein und ihre Arbeiten vorstellen. Sie kommen aus allen Teilen Deutschlands und haben das Thema sehr vielfältig interpretiert.
Wir werden Orte aus der unmittelbaren Umgebung, als auch aus entfernteren Teilen der Welt sehen können.
Der Zugang erfolgt über den Stammtisch Link des LV Hessen/Rheinland-Pfalz:

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Zu Gast beim Stammtisch: Kai Rogler "Fotopark Forchheim" 30.01.2023

Kai Rogler berichtet über den Fotopark in Forchheim

Im September und Oktober 2022 verwandelt sich der Stadtpark Forchheim in eine beeindruckende Fotogalerie. Frei für jedermann zugänglich werden auf großen Bildwänden künstlerische Fotografien präsentiert. Die Auswahl ist beeindruckend groß. So sind erstaunlich viele Schwarzweißbilder vertreten, die Motivauswahl geht von Landschaften, Menschenbildern und experimentellen Motiven bis zur Dokumentation. Ausgesuchte Fotografen sind gleich mit mehreren Bildern vertreten, auch Fotogruppen zeigen ihre Arbeiten und Wettbewerbsgewinner sind zu sehen. Es wird ein wirklich rundes Programm geboten, das auch gut angenommen wird. Leichter und erfreulicher kann ein Galeriebesuch kaum sein. Diese Präsentation ist wunderbar eingebunden in eine schöne Parklandschaft mit Bäumen, Wiesenfläche, mit Bänken zum rasten und viel Platz zwischen den Exponaten. Der Forchheimer Fotograf Kai Rogler hat diese wunderbare Veranstaltung initiiert und vor allem kuratiert. Wir freuen uns sehr, dass er sich die Zeit nimmt, uns dieses tolle Projekt zu präsentieren und uns über seine Hintergründe zu berichten.

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Andreas Perlick

PANORAMA - Der weite Blick von Josef Koudelka

Josef Koudelka ist ein tschechisch-französischer Fotograf, geboren 1938 und immer noch aktiv. Seine fotografische Karriere begann er in den 60er Jahren des 20. Jhs. als Theaterfotograf. International bekannt, wenn auch damals noch anonym veröffentlicht, wurden seine Reportagebilder des sowjetischen Einmarsches in die damalige CSSR. Der Blick über seine Armbanduhr auf die Strasse, in der eine Demonstration hätte stattfinden sollen, aber konspirativ abgeblasen wurde, ist eines der archetypischen Reportagebilder der damaligen Zeit. Mit eindrucksvollen Bildern tschechischer Roma baute er dann seine Reputation aus. Inzwischen verbindet man den Namen Koudelka vor allem mit schwarzweißen Panoramaaufnahmen. Mit diesem ungewöhnlichen Format nimmt uns Josef Koudelka mit auf seine Reisen, sei es nach Palästina, um dort die Mauer zu Israel zu dokumentieren, oder zu den Ruinen der Welt. Die Panoramaaufnahmen von Koudelka beeindrucken durch ihre unprätentiöse Sachlichkeit, die dennoch stark emotional berühren.

Die Bildwelt des Josef Koudelka hat tiefen und bleibenden Eindruck auf mich gemacht. Ich fühle mich seiner Motivwahl nahe und empfinde die Wirkung, die von seinen Panorama-Ansichten ausgeht, faszinierend. So lag es nahe, selbst mit einer Fujica zu arbeiten. Obwohl ich natürlich noch einen weiten Weg vor mir habe, bis ich dieses Format auch nur annähernd meistern werde, möchte ich meine ersten Gehversuche dennoch vorführen. Der Vergleich des Meisters mit dem Adepten mag etwas peinlich ausfallen, wird aber verdeutlichen, wie so ein neuer Weg beginnen kann.

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Ernst Fritzemeier

Im Juni 2014 hat Ernst Fritzemeier zusammen mit 11 weiteren zahlenden Gästen eine von dem Fotografen Reiner Harscher organisierten Fotoreise durch den Norden Namibias teilgenommen. Zwei weitere, von anderen Veranstaltern organisierte Fotoreisen (Island 2016 und Kuba 2020) folgten.
Am DVF-Stammtisch des 20.09.2021 wird Ernst Fritzemeier über die Erfahrungen seiner ersten Fotoreise berichten und neben den typischen Namibia-Bildern auch mit Hilfe von „Making Of“ Bildern fotografische Einblicke in das Gruppenerlebnis „Fotoreise“ geben und über die möglichen Vor- und Nachteile vom kommerziellen Fotoreisen gegenüber selbst organisierten Reisen mit fotografischen Ansprüchen berichten.

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Alexandra Schotsch

Schon der amerikanische Photograph Garry Winogrand hat es genau gewußt – und wer würde ihm widersprechen: Women are wonderful. In seiner denkwürdigen Serie hat er die Frauen gefeiert. Alexandra Schotsch würde ihm wohl aus vollem Herzen zustimmen. Sie portraitiert Frauen in einer glamourösen Weise, die sofort berührt und den Eindruck hinterläßt, dass wir ganz besondere Persönlichkeiten in ganz außergewöhnlicher Umgebung kennen lernen dürfen. Allerdings merkt man gleich, dass die Bilder uns zwar sicher gefallen dürfen, aber wohl vor allem für die abgebildeten Frauen komponiert worden sind. Der Augenblick gehört ganz allein ihnen und soll so auch noch lange fühlbar bleiben.  Es geht nicht um die dokumentarische Präsentation von Menschen, sondern um Augenblicke der Wohlfühlens, um Selbstvertrauen, um Momente, die in Erinnerung bleiben und die das innere Wesen der Portraitierten für immer greifbar machen sollen. Es geht vor allem um Wünsche und Träume. Am xx.xx. werden wir Alex Schotsch am Stammtisch zu Gast haben und die Chance haben, mit ihr ins Gespräch zu kommen.

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Joachim Bliemeister "Jeff Wall, ein kanadischer Fotokünstler"

Jeff Wall ist ein kanadischer Fotokünstler, geboren 1946 in Vancouver. Er studierte von 1964 bis 1970 Kunstgeschichte am Department of Fine Arts an der University of British Columbia, war später auch ein Semester Professor für Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf.

Ähnlich wie bei Alex Timmermans oder Andreas Gursky entstehen seine Bilder nicht in Serien oder Werkgruppen, sondern werden als Einzelbilder komponiert. Viele Bilder stellen zwar Alltagsszenen dar, die den Eindruck erwecken, als seien sie „im Vorübergehen“ entstanden, in der Regel steckt jedoch eine lange Zeit der Planung, Vorbereitung und die Arbeit eines ganzen Teams dahinter. In vielen seiner Werke lässt er sich durch Schriftsteller oder bildende Künstler inspirieren.

Auch die Präsentation seiner Bilder ist ungewöhnlich. Schon in seinen ersten Werken entdeckte Jeff Wall den großformatigen Leuchtkasten, vergleichbar einer Werbefläche, als eine geeignete Form der Präsentation. Nur seine jüngsten Werke sind Drucke, vornehmlich in Schwarzweiß. Die Präsentationsform im Leuchtkasten erinnert an die filmische Darstellung auf einer Kinoleinwand. Seine Bilder wirken selten statisch, sondern sie scheinen Teil einer mitten in der Bewegung eingefrorenen Kamerafahrt.

Seine Fotografien lassen sich in die fotografische Konzeptkunst einordnen und mehrere seiner Bilder gelten mittlerweile als Ikonen der zeitgenössischen Fotografie.

Joachim Bliemeister

 

Ulrich Persch "Naturformen" 03.04.2023

„Wer das lesen könnt!“ – mit diesem Ausruf bringt in Georg Büchners Drama „Woyzeck“ die Titelfigur den auf den ersten Blick skurrilen Wunsch zum Ausdruck, die Wachstumsmuster von Pilzen nachvollziehen und verstehen zu wollen. Es wird jedoch deutlich, dass es in diesem Fall nicht um den Drang nach wissenschaftlicher Erkenntnis geht, sondern dass das „Lesen im Buch der Natur“ als eine unmittelbare, intuitive Art und Weise der Naturerfahrung gemeint ist, die in erster Linie psychologischen und ästhetischen Regeln folgt.
Mein Vortrag möchte anhand vieler Beispielbilder und -serien Möglichkeiten aufzeigen, diesen Ansatz in der Fotografie umzusetzen. Bestimmte Naturphänomene werden so in den Blick genommen, dass deren „Formensprache“, etwa im Sinn abstrakter Linien- und Flächenmuster, sichtbar wird. Dazu zählen vor allem Pflanzen und Pflanzenteile, Bäume, Wasser- und Eisflächen, Holzstrukturen oder Gesteinsformationen. Beim „fotografischen Blick“ ergeben sich oft interessante Assoziationen oder Analogien zur Welt der vom Menschen gemachten Gegenstände („Kulturformen“). Besonders spannend wird es dort, wo die Einwirkung des Menschen das Erscheinungsbild ursprünglich „natürlicher“ Formen beeinflusst und verändert hat, und das sind in vielen Fällen ganz alltägliche Fotomotive! Es lohnt sich immer wieder, auf solche „Schnittstellen“ zwischen menschlichem Handeln und natürlichen Gegebenheiten zu achten, diese in Bildern darzustellen und darüber zu reflektieren.

Zeit ab März 2023 recht die Zeit vom25. April und den ganzen Mai bitte freihalten, ansonsten erst ab Juni wieder. Dauer etwa 60 Minuten

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Thomas Wunsch

Thomas Wunsch ist fotografisch vielfältig unterwegs, bemerkenswert sind aber vor allem seine abstrakten Arbeiten. Alltägliche Details aus dem urbanen Raum mit unmissverständlichen Zeichen der Zeit, der Benutzung, der Abnutzung werden soweit bearbeitet, bis sich Bildräume auftun, die mit dem eigentlichen Motiv nur noch marginal übereinstimmen. Texturen sind somit die Chiffren, aus denen virtuelle Landschaften entstehen, die zu betreten wir als Betrachter aufgefordert sind. Wunsch spielt auf der Klaviatur unserer Emotionen, Gedanken, Erinnerungen. Er macht den Betrachter zum Komplizen seiner Kunst. Wunschs Bildästhetik eröffnet, sobald man sich auf die Bilder einläßt, eine für Fotografie ungewohnte Tiefe und Intensität. Diese Intention unterstützt Wunsch, indem er immer das Tafelbild als Präsentationsform anstrebt. Erst wenn man vor dem hängenden Bild steht und sich auf die Details einlassen kann, gerät man wirklich in den Sog dieser Bilder. Einen bemerkenswerten Bezug haben die Werke von Thomas Wunsch zur Musik. Man könnte fast sagen, dass man hier mit visuell fixierter Musik konfrontiert wird – zurückgenommen, nachdenklich, kraftvoll, sehr weit weg vom mainstream. Am xx.xx.xx können wir den Fotografen am Fotostammtisch begrüßen.

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Ulrich Persch „Löwenstadt“

Sie sind in ganz Europa verbreitet, vom Mittelmeerraum bis in den hohen Norden, und sie begegnen uns meist als steinerne Wächter oder als Symbolfiguren für Macht und Herrschaft. Aber noch vieles mehr lässt sich über diese merkwürdige Tierart herausfinden. Ulrich Persch, der in der „Löwenstadt“ Hachenburg im Westerwald zu Hause ist, hat den „Leo sapiens europaeus“ an zahlreichen Orten fotografiert und die wichtigsten zoologischen Kenntnisse zusammengetragen. Ein Beitrag, der zum Schmunzeln und vielleicht auch ein wenig zum Nachdenken anregt.

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Rüdiger Horeis

Rüdiger Horeis, Jahrgang 1948, seit 1977 Mitglied des vdav/DVF, hat 1998 in Kooperation mit dem DVF die

„Schwarz/Weiss-Arbeitsgemeinschaft Süd“ gegründet. In Zeiten der Digitalisierung der Fotografie fanden die Anhänger der analogen S/W-Fotografie immer weniger Gleichgesinnte in den DVF-Fotoclubs und man war bestrebt, diese in sogenannten „Arbeitsgemeinschaften“ aufzufangen. Das war der Start einer langen, harmonischen und erfolgreichen Gruppenarbeit. In Auszügen berichtet Rüdiger Horeis über das Erlebte in all den Jahren und orientiert sich dabei an den in dieser Zeit entstandenen Buchprojekten. Sein eigenes Buch über die „S/W-AG-Süd“ ist gerade in der Entstehung

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Bernhard Huesken

Industrielandschaften

Die Cockerill-Werke hatten einen bedeutenden Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung des jungen Belgien, das in der Industrialisierung seinerzeit den zweiten Platz in Europa hinter England einnahm. Das ist Geschichte. Das nach zahlreichen Fusionen stillgelegte Werk verfällt seit vielen Jahren, ist zu einem „Lost Place“ geworden. Fotografen, die in der Lage sind, sich einen Zugang in das Innere einer der riesigen Werkshallen zu verschaffen, bieten sich Bilder wie aus einer anderen Welt, wie die einer untergegangenen Zivilisation.

Mit der Kamera im „Kohlenpott“ unterwegs zu sein, bedeutet für mich, die Suche nach meinen Wurzeln aufzunehmen. Der Tag muss nicht sonnig, die Luft nicht sauber sein. Die mit Kohlenrauch gewürzte Luft meiner Kindheit gehört allerdings der Vergangenheit an. Das ehemaligen Thyssen-Hüttenwerks unter grauen Duisburger Wolken verlassen vorzufinden, ist mir umso mehr willkommen. Der Landschaftspark Duisburg-Nord ist ein großer Park rund um dieses stillgelegte Hüttenwerk und einer der Ankerpunkte der Europäischen Route der Industriekultur; die ehemalige Stahlhütte wird als Denkmal instand gehalten und zieht zahlreiche Besucher an.

Den Abschluss der vorliegenden Fotografien bilden Aufnahmen vom Duisburger und Essener Stadthafen sowie der Kokerei Prosper in Bottrop.

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Ralf Keil " Die Magie des schwarzen Kultes"

Sind sie politisch oder unpolitisch? Sie ziehen sich schwarz an, sie schminken sich schwarz. Sie sind anders.
2022 jährte sich das Wave-Gotik-Treffen zum 29. Mal. Leipzig war der Mittelpunkt der „Schwarzen“ aus aller Welt.
Die DDR verfolgte sie, die Leipziger akzeptieren Sie, die Fotografen – zumindest einige – sind verrückt nach Ihnen.

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Ralf Keil "slide_battle" 21.08.23

Ich zeige die besten Bilder des Wettbewerbs und auch die Eigenheiten und
Schwierigkeiten eines internationalen Wettbewerbs und auch die unterschiedlichen
Modi sowohl vom Clubleben als auch von der Bildauffassung der Engländer. (Ca. 30 Minuten)

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Uli Staiger

Für das außergewöhnliche Foto muss einfach alles stimmen. Um das zu erreichen, muß man entweder sehr detaillierte Vorbereitungsarbeiten leisten oder sehr viel Glück haben. Und letztlich führen beide Wege immer nur zu Ergebnissen, die zeigen, wie es war und was der Fotograf daraus gemacht hat. Solche Beschränkungen sind aber nicht das Ding von Uli Staiger. Dazu möchte er viel zu häufig seiner Phantasie freien Lauf lassen – und seine Phantasie läßt sich nicht in den sehr engen Käfig der Realität zwängen. Deshalb hat er sich schon früh mit Photoshop-gestütztem Bildcomposing beschäftigt. Aber die Freiheit, die er dadurch erreicht hat, war noch immer nicht wirklich die, die er sich vorgestellt hatte. Erst mit der Einführung dreidimensionaler Grafiken als Bildelemente war die Bühne bereitet für die montierten Phantasien des Uli Staiger. Es ist wohl nicht völlig aus der Luft gegriffen, wenn man ab und zu an Pixart-Filme und Konsorten denkt. Am xx.xx.202x wird uns Uli Staiger mitnehmen in seine Phantasiewelten und uns auch einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

>> zum Programm 06.12.2021






 

Michael Paul Romstöck

Michael Paul Romstöck (*1992) ist Fotograf und lebt und arbeitet in Essen. Er studierte an der Bauhaus Universität in Weimar und der Folkwang Universität der Künste in Essen, wo er 2021 seinen Master-Abschluss bei Prof. Elisabeth Neudörfl und Prof. Elke Seeger absolvierte.

Seine Arbeiten bewegen sich weitestgehend im Kosmos der künstlerisch-dokumentarischen Fotografie. Die Auseinandersetzung mit Kultur, Landschaft, Geschichte und den Auswirkungen der Menschheit auf ihre Umgebung sind dabei wiederkehrende Themen. Obgleich sich sein Interesse auf eine ehemalige NS/US-Militärkaserne in Unterfranken, eine installative Maschine ohne Funktion in der Steiermark oder eine offene Thematik wie „das Wetter“ richtet, erforscht Romstöck seine Arbeitsweise stets neu und vermisst dabei immer wieder die Grenzbereiche von Dokument und Abbild. 

Seine letzte Arbeit „zur Linde" erschien Anfang 2021 als Fotobuch (Verlag Kettler). Mit einer analogen Großformatkamera zog er durch Deutschland, um die Schwarz-Weißen Aufnahmen von Lindenbäumen sowie damit konnotierten Orten anzufertigen. Als Symbol steht die Linde (nicht nur) in der dt. Kultur seit jeher für Liebe, Gerechtigkeit und Gemeinschaft. Untersucht wurde, wie sich die verschwundenen Denkmale bis Heute zeigen und wie Sie sich zu einem deutschen Nationalmythos verhalten. Dabei stellt Romstöck Fragen zur sog. „heimatstiftenden“ Symbolkraft und zu Geschichte, Umwelt und Identität, wobei sich die zeitliche Verortung stellenweise aufzulösen scheint. Am xx.xx.2022 wird er über seine Arbeit berichten.

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Herbert Kohtes

"Moderne Architekturfotografie"

Dieser Vortrag soll meine Art der fotografischen Darstellung moderner Architektur im urbanen Raum zeigen.
Mir geht es dabei um eine Verstärkung der vom Architekten angelegten grafischen Strukturen.
Auch als Dozent der Volkshochschule Koblenz möchte ich den Teilnehmern meiner Architektur-Fotokurse vermitteln, prägnante Architekturelemente wie Formen, Flächen und Linienführung, aber auch Rhythmus und Harmonie zu erkennen und daraus ein fotografisches Bild zu gestalten.
Für ein optimales Bild müssen auch Licht, Farben und Kontraste aufeinander abgestimmt werden. Die gewählte Perspektive sowie der Bildausschnitt bestimmen dann letztendlich das Bild.
Die Bildwirkung kann nüchtern und kühl, aber auch emotional sein. Auf jeden Fall soll der Zeitgeist zum Ausdruck kommen.
Meine Bilder wurden teils analog und teils digital aufgenommen. Hierbei bevorzuge ich die Darstellung in Schwarz-Weiß.
Ich zeige Fotos aus Koblenz, Frankfurt und Paris.


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Hannelore und Joachim Bliemeister "„Landschaftsfotografie“

Nachdem wir mit Edward Burtynsky über seine Bilder zu den Landschaften vorgedrungen sind, versuchen wir nun umgekehrt, ausgehend von den Landschaften, zu aussagekräftigen Bildern zu kommen.

Viele haben ihren Einstieg in die Fotografie über die Dokumentation von Unternehmungen und Reisen gefunden, oft verbunden mit der fotografischen Beschreibung von Land und Leuten. Wie werden beispielsweise diese Erinnerungen dann zu Bildern einer Landschaft?

Schließlich gehört die Landschaftsfotografie zu den am meisten genannten Genres, wenn man Fotografinnen und Fotografen nach ihren bevorzugten Motiven fragt.

Doch nicht selten erweisen sich die Fotos als keineswegs so eindrucksvoll wie die Landschaften in unserer Erinnerung. Woran liegt dies? Mit welchem Ziel fotografieren wir überhaupt Landschaften? Lassen sich Kriterien für ein eindrucksvolles Landschaftsfoto aufstellen? Wenn ja, welche? Müssen Landschaften „wirklich“, „ästhetisch“ oder gar „schön“ sein? Welche Empfehlungen und Hinweise für Fotografinnen und Fotografen lassen sich formulieren? Sind dabei die zahlreich angebotenen Fotoreisen, meist kombiniert mit Workshops, hilfreich? Fragen über Fragen, auf die wir anhand von Bildbeispielen und eigener Erfahrungen Antworten finden möchten.

Ganz allgemein würden wir den verkürzenden Begriff „Landschaftsfotografie“ lieber durch „Fotografische Erzählungen über eine Landschaft“ ersetzen. In Anlehnung an einen Ausspruch von Hans Meyer-Veden gilt dabei sicher: Landschaftsfotografie ist deshalb so schwierig, weil sie allen so bekannt zu sein scheint.

Hannelore und Joachim Bliemeister

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STÄDEL MUSEUM Frankfurt

Ilse Bing, Karl Blossfeldt, Margaret Bourke-White, Hugo Erfurth, Alfred Erhardt, T. Lux Feininger, Trude Fleischmann, Lotte Jacobi, Adolf Lazi, Madame d’Ora, Lucia Moholy, Martin Munkácsi, Albert Renger-Patzsch, Alexander Rodtschenko, Erich Salomon, August Sander, Hugo Schmölz, Friedrich Seidenstücker, Umbo, Dr. Paul Wolff, Yva – alle diese großartigen Fotografinnen und Fotografen der Weimarer Republik werden aktuell im Städel-Museum gezeigt. Sie alle stehen für das Neue Sehen, das sich damals in Deutschland entwickelte, für die Fotografie der Moderne in seiner ganzen thematischen Breite. Die Mehrzahl der gezeigten Arbeiten werden – natürlich zusätzlich zu den Originalabzügen – im Kontext der damals vorgesehenen Nutzung präsentiert, also als Buch- oder Plakat-Illustrationen oder als Werbeabbildungen. Der Fotostammtisch lädt zu einer online-Begehung der Ausstellung ein. Am 26. August 2021 um 18.30 Uhr können Sie sich die oben genannten Fotografinnen und Fotografen zu sich nach Hause holen – inklusive einer Führung mit vielen Informationen.


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Hans-Juergen Burkard


Der Fotojournalist Hans-Jürgen Burkard erhält den renommierten Dr.-Erich-Salomon-Preis 2021 der Deutschen Gesellschaft für Photographie DGPH für sein Lebenswerk. Sehr viele andere Preise hat er schon zugesprochen bekommen. Er ist wohl einer der weltbesten Reportage-Fotografen, immer neugierig auf die Welt, auf Neues. Es ist nicht das gute Bild, das ihn treibt, sondern die gute Reportage, in der seine hervorragenden Bilder die Stars sind. Er bringt die Welt zu uns nach Hause, macht sie verständlich, ist den Menschen immer auf der Spur. Seine Bilder zeigen nie nur, sie berichten, erzählen, hinterfragen, sie zeigen Orte, die wohl nur wenige Menschen selbst erleben können. Er hat schon fast alles gesehen und über fast alles berichtet. Seine große Stärke ist es, nicht allein arbeiten zu wollen, nicht nur auf seine Bilder zu setzen, sondern ganz bewußt Partner zu Wort kommen zu lassen, Textautoren zum Beispiel oder – ganz aktuell – deutsche Liedertexter. Nach fast 50 Jahren fotojournalistischer Arbeit in der ganzen Welt ist er zurückgekehrt in seine Heimat Deutschland. Mit dem geschulten Blick entdeckt er sie neu. Und er tut dies unorthodox – wen mag das verwundern. Von selbst ausgesuchten Liedtexten angeregt findet er die Bilder, auf die die Lieder gewartet haben. Hans-Jürgen Burkard wird uns am 20.12..2021 kleine Einblicke in sein unglaubliches Leben erlauben. Wir freuen uns, dass er sich für uns Zeit nehmen will.

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André Mühling

André Mühling betreibt in München seit mehr als 20 Jahren ein Fotostudio, in dem er sich mit dem Schwerpunk Stilllife und Architektur um Kundenwünsche kümmert. Daneben betreibt er allerdings schon lange ein hochinteressantes Langzeitprojekt mit dem Thema Landschaft. Mit einer speziell konstruierter Großbildkamera fängt er den gesamten Bildkreis seiner Objektive ein. Ohne die für uns so selbstverständliche rechteckige Begrenzung sind seine Bilder kreisrund und weisen eine magische vignettierende Begrenzung auf, die mit der Abbildungsleistung der Objektive zusammenhängt. So gewinnen selbst altbekannte Motive eine Aura des Außergewöhnlichen, sie gewinnen vollkommen selbstverständlich unsere Aufmerksamkeit. Wir entdecken mit André Mühling die Welt neu, sei es München, Sardinien, Italien, seien es einfach Bäume. Obwohl runde Bilder, auch Tondos genannt, in der Kunstgeschichte wohlbekannt sind, sind sie uns als Fotoarbeiten so unvertraut, dass Mühlings Motive sofort den Fotografen erkennen lassen. Bei seinem Besuch bei uns am Stammtisch am xx.xx.2022 wird uns André Mühling über seine Arbeiten und seine Ideen berichten.

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Walter Nussbaum "Der Rhein als Transportweg II, Die Bahn"

Der Rhein als Transportweg II 
"Die Bahn"


Auf der engen Talsohle des Mittelrheintals suchen  täglich neben einer Unmenge amüsierhungriger - und  parkplatz- und event-suchenden Touristen, auch   550 Schiffe und 400 Züge ein Durchkommen , einen passenden Platz.

Natürlich bleibt das nicht ohne Spuren, die Fahrrinne ist auf die Bedürfnisse der Reder und die Bahnstrecke auf die Belange der Bahn optimiert usw. Der Mix an Sinneseindrücken ist für Unbedarfte überwältigend, beeindruckend oder je nach Charakter einfach nur nervend.

Über die Fahrrinne habe ich ja bereits im März 2022 berichtet. Heute geht es um fotografisch erfassbare Eindrücke im direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Schienenverkehr.  Wie z.B. historische und moderne Streckensicherungsmaßnahmen, angefangen von alten Tunneldurchführungen und in die Jahre gekommene Stützmauern bis zu modernen großflächig angelegte Fangnetzkonstruckte.  Beginnen werde ich mit einigen (winterlichen) Eindrücken aus dem Mittelrheintal. Weiter geht es dann mit dem regionalen Schienenverkehr um zum  Schluss geht es um Maßnahmen im Zusammenhang mit der Streckensicherung .


Rüdiger Horeis „Schwarz/Weiss Grossformat Workshop in Utah/USA mit Bruce Barnbaum“ 18.12.23

Acht Mitglieder der „Schwarz/Weiss-Arbeitsgemeinschaft Süd“ waren Ende April/Anfang Mai 2014 zu einem 14tägigen S/W-Großformat-Workshop mit Bruce Barnbaum im Süden von Utah/USA unterwegs. Für jeden engagierten Fotografen sicherlich ein „Highlight“ in seinem Leben, mit so einem bekannten und renommierten Schwarz/Weiss-Fotografen und Buchautoren in seinen „Lieblingsrevieren“, einem engen Seitental des Horse Canyon und im Nationalpark Capitol Reef (beides Utah) gemeinsam fotografieren zu gehen. Wie es dazu gekommen ist, was der Auslöser war, was wir alles erleben durften; und wie sich der Aufenthalt gestaltete, darüber berichtet mit Bildern ausführlich Rüdiger Horeis.

Dauer ca. 1 Stunde. Text wird vorgelesen und die ca. 170 Bilder eingeblendet. Von mir während des Workshops erstellte Bilder im Format 4x5“ sind in den Vortrag eingebunden.
 
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Ulrich Persch "Gewollte Unschärfe"

„In meinem Beitrag soll es um die bewusste, vom Fotografen gewollte Unscharfstellung von Menschen oder Personengruppen in bestimmten Umgebungen gehen. Die zentrale Frage, die anhand von Bildbeispielen zur Diskussion gestellt wird, ist: Unter welchen Voraussetzungen bringen solche Verfremdungen einen „ästhetischen Mehrwert“ für die betreffenden Fotos? Oder sind sie als mehr oder weniger sinnlose „Wischiwaschi“- Experimente von vornherein als problematisch einzustufen?“ 

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Pekka Helstelä

Täglich 10.000 Schritte und mindestens 2 Bilder‘. Unterwegs mit der besten Kamera der Welt: Der Kamera, die immer dabei ist. Pekka Helstelä berichtet aus seinen Erfahrungen mit der Smartphonefotografie Er nimmt uns mit auf die Straßen von Berlin, blickt auf Naheliegendes, aus dem Rahmen Fallendes, stets offen für die zufällige Begegnung. Ein Einblick in die Möglichkeiten der Alltagsfotografie jenseits von Instagram und Co.
Dauer der Präsentation von bis zu vier thematischen Serien à 15 Bildern mit Erläuterungen zur fotografischen Vorgehensweise ca. 40 Minuten plus 20 Minuten Austausch.

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Udo Krämer

Nah- und Makrofotografie

Nach einer Einführung über die Grundlagen wie Schärfentiefe, Blendeneinstellung, Aufnahmeabstand und Vergrößerungsfaktor, werden die verschiedenen Möglichkeiten bzw. die Geräte wie Objektive, Zwischenringe, Nahlinsen und weiteres Zubehör vorgestellt und anhand von Bildbeispielen die Abbildungsmaßstäbe gezeigt.

Weitere Inhalte sind die Nahfotografie mit dem Weitwinkelobjektiv, sowie eine Beispielserie über den Schärfeverlauf mit dem Tilt/Shiftobjektiv im Tilt-Modus.

Bildbeispiele des Autors runden die Präsentation ab.

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Nina Welch-Kling

„on the street“


Nina Welch-Kling ist wohl eine Idealbesetzung, wenn es um Gäste für unseren Stammtisch geht. Geboren ist sie in Schweinfurt, sie lebt aber in New York City. Sie hat in Chicago ihren Bachelor of Fine Arts gemacht, ihren Master of Architecture in Los Angeles. Ihre Passion ist die Fotografie in den Strassen von New York. Besser kann man es wohl kaum treffen. Sprechen können wir mit der Fotografin deutsch, zeigen wird sie uns ihre sehr besondere Art der street photography aus der wohl für dieses Genre prädestinierten Stadt. Sie arbeitet sowohl schwarzweiß als auch in Farbe, immer aber mit einem scharfen Block auf außergewöhnliche Momente in der großen Stadt. Insofern ist nicht die klassische street photography ihr Thema, sondern ihre Suche nach dem besonderen Augenblick mit außergewöhnlichem Licht und bemerkenswerter Atmosphäre. Ihre Bilder profitieren enorm durch die breite Ausbildung in Sachen Bildwirkung, Graphik und Gestaltung, die ihre Bilder immer zu Hinguckern machen. Wir freuen uns sehr auf unseren großartigen Kontakt in „The Big Apple“.


Elif Ersin Sarıgül

Weder Gast noch Arbeiter

Als ich 2016 im Alter von 33 Jahren aus der Türkei nach Deutschland zog, wurde mir klar, dass von mir erwartet wurde, anders zu sein, als ich bin. Es gab bestimmte Erwartungen, wie ich mich verhalten sollte, was ich mögen sollte, was ich tun oder nicht tun sollte. Ich war nicht der Einwanderer, den manche von mir erwartet hatten. Ich hatte das Bedürfnis zu zeigen, wer ich bin und auch, dass ich nicht außergewöhnlich bin. Ich fühlte mich nicht außergewöhnlich und das wollte ich beweisen. Ich benutzte die Fotografie als Werkzeug, um meine Identität zu erforschen und auszudrücken, indem ich andere Menschen fotografierte. In gewisser Weise war dies ein Versuch, der Gesellschaft, in der ich versuche, mein neues Kapitel in meinem Leben aufzubauen, zu zeigen, wer ich bin.

Warum wandern Menschen im 21. Jahrhundert nach Deutschland ein? Was hinterlassen sie in ihrem Heimatland? Was tragen sie mit? Wer sind sie? Das Projekt geht den Antworten auf diese Fragen nach, indem es die Geschichten von Menschen visualisiert, die in den letzten Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind. Mit Porträts, die an Orten aufgenommen wurden, an denen die portraitierten Menschen leben, ist es mein Ziel, diese Menschen den Betrachtern näher zu bringen.

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Vera Wolber

Ein Wahrnehmungsbericht von Vera Wolber

 Miksang steht für kontemplative, ruhige Fotografie, die auf Achtsamkeit und Gelassenheit basiert. Diese meditative Form der Fotografie legt ihren Fokus auf den Prozess der Wahrnehmung. Dabei tritt „klares Sehen“ und „tiefes Bemerken“ an die Stelle von Denken und Bewerten. Die frische Wahrnehmung in Stille macht die Freude am Moment und das Staunen über Alltägliches erlebbar. Miksang steht für das Fühlen losgelöst vom Objekt.

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Götz Walter u. Andreas Perlick

Fotografieren ist ganz sicher eine Sache des Augenblicks. Das fotografische Bild hält den Augenblick fest, für immer, dieser muß also bedachtsam gewählt werden. Das scheint banal zu sein, ist es aber offenbar nicht, wenn man bedenkt, wie komplex die Sache wird, wenn man sich auf sie einläßt. Und genau das wollen Götz Walter und Andreas Perlick in einem Gespräch mit allen Teilnehmern des Abends tun. Dazu wird Götz Walter mit eigenen Bildern sowie Bildern der Fotografen Henri Cartier-Bresson und Roger Melis das berühmte Konzept des entscheidendenden Augenblicks vorstellen. Andreas Perlick schließt sich mit weiteren Überlegungen an. Dann sollen verschiedenste Aspekte zur Bedeutsamkeit von Augenblick und Moment für die Fotografie diskutiert werden. Es wird einiges vorbereitete Material zur Anregung geben, im Mittelpunkt dieses Abends soll aber die Diskussion untereinander stehen.


Andreas Perlick

KITZMANN von Andreas Perlick Bier ist in Franken nicht nur Lebensmittel, sondern Kulturgut. Deshalb klang es wie ein Paukenschlag in Erlangen, als im September 2018 die Traditionsbrauerei Kitzmann nach 300 Jahren Betrieb ihren Betrieb einstellte. Wir, das heißt der Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik der Universität Erlangen, betreiben eine kleine Lehr- und Forschungsbrauerei und hatten mit Kitzmann kooperiert. So konnte ich schnell den Kontakt aufbauen und bekam tatsächlich eine Fotoerlaubnis. An drei Vormittagen erkundete ich das Kitzmanngebäude und hielt es mit meiner Lochkamera visuell fest. In den folgenden Tagen wurde das Gebäude dann endgültig geschlossen und die Brauereianlagen wurden abgebaut. In meinem Vortrag werde ich ein Büchlein vorstellen, dass ich mit den damals entstandenen, inzwischen historischen Bildern erstellt habe. 

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Ernst Fritzemeier "People-Fotografie"

Ein Erfahrungsbericht von Ernst Fritzemeier

Menschen zu fotografieren ist für viele Fotografen eine Herausforderung, die sie aus verschiedenen Gründen nicht angehen. Dabei kann die People-Fotografie neben beeindruckenden Bildern auch wertvolle soziale Kontakte bringen, die sonst so nicht zustande kommen würden.

Ernst Fritzemeier berichtet aus seinen Erfahrungen mit der People-Fotografie im privaten als auch im beruflichen Umfeld sowie bei Portrait-Shootings und bei der Street-Fotografie. Er teilt seine Erfahrung, worauf es ankommt, um ausdruckstarke Bilder von Menschen zu fotografieren. Dieses illustriert er mit Hilfe entsprechender Bilder aus seinem Portfolio.

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Adolf Eberle "Fotostadt Venedig: 1 Die Kunstbiennalen"

Schon fast zwei Jahrzehnte besuchen meine Frau und Ich Venedig zur Biennalezeit. Durch die Biennale wird dieser einzigartige Ort noch interessanter. Hunderte von Künstlern präsentieren Ihre Werke verteilt über die Stadt, auf dem Arsenale-Gelände, den Giardini mit den Länderpavillions und in Palästen und auf Plätzen. Meine Fotos waren anfangs mein Reisetagebuch um später zuhause die Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen. Die Mitgliedschaft  in einem Fotoclub  inspirierte mich dann „neue Bilder“ in diesen Bildern zu sehen und damit Geschichten zu erzählen.

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Herbert Kohtes "Hamburger Szeneviertel"

In diesem Beitrag stellt Herbert Kohtes seine Eindrücke über zwei Hamburger Szeneviertel vor. Hamburg ist eine Stadt mit vielen Facetten. In bestimmten Vierteln ist das Leben bunt, schrill und vielfältig. Im vorletzten und letzten Jahrhundert verschwanden durch Abriss oder Zerstörung immer mehr historische Gebäude der besonders eng bebauten Wohnquartiere in Teilen der Alt- und Neustadt. Vor einigen Jahren sollten die restlichen verbliebenen Häuser überwiegend abgerissen und nur wenige wieder saniert und aufgestockt werden. Doch dann besetzten Anhänger der alternativen Szene, Kunstschaffende und Aktivisten die zum Abriss geplanten Häuser. Verfallene Gebäude entwickelten sich zu Wohnungen, Ateliers und Ausstellungsräumen. Ein anderer Stadtteil erfuhr in den letzten Jahren einen Aufschwung und es kam zu Häusersanierungen. Neben Restaurants und Cafés entstanden szenige Läden und Boutiquen, die zum Stöbern einladen. Das kreative Milieu dieser Viertel zeigt sich auch in der aktiven Straßenkunstszene.


Jürgen Scriba „Außendienst“

Die „Street-Fotografie“ war bereits mehrfach Thema im „Stammtisch“, und wir haben einige herausragende Beispiele sehen können. Jürgen Scriba, Geschäftsführer der „Deutschen Fotografischen Akademie“ und schon lange bekannt für Fotoprojekte verschiedener Art, hat in den letzten Jahren ein damit verwandtes Konzept entwickelt: die „Road Photography“. Um sich seiner Leidenschaft Fotografie auf berufsbedingten Fahrten quer durch Deutschland auch unterwegs widmen zu können, hat er sein Auto nach eigener Aussage „zur Kamera umfunktioniert“ und die „Road“- Szenen während des Fahrens festgehalten. Herausgekommen ist eine beachtliche Anzahl von Aufnahmen (über 70.000!), die der Künstler 15 Rubriken zugeordnet hat. Seine Bilder, aufgenommen in den verschiedensten Umgebungen, Wetterlagen und zu allen Tages- und Nachtzeiten, zeigen Motive und Szenerien, die jedem von uns während des Autofahrens begegnen, aber in aller Regel gar nicht bewusst wahrgenommen werden: Gebäude, Baustellen, Verkehrssituationen, landschaftliche Details und vieles mehr. Jürgen Scribas Konzept liegt ein komplexes und hochinteressantes Verständnis von Authentizität und subjektiver Wahrnehmung zugrunde, das er uns in seinem Vortrag gern erläutern wird. Darauf dürfen wir gespannt sein.

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Ernst Fritzemeier "Fotografieren auf Geschäftsreisen" 17.04.2023

Fotografieren auf Geschäftsreisen
Von Kiruna nach Johannesburg und von Peking bis Chicago mit kleiner Ausrüstung von
Canon Power Shot S40 über NIKON D800 mit Festbrennweite bis zum iPhone 13Pro

Ernst Fritzemeier berichtet über seine fotografischen Erfahrungen, die er auf Geschäftsreisen von 2006 bis 2023 mit digitaler Fotografie gewonnen hat und illustriert dieses mit ausgewählten auf Geschäftsreisen entstandenen Bildern.

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Herbert Kohtes "Gespiegelte Fassaden" 21.08.23

Herbert Kothes versucht in seiner Bildserie die moderne Hochhausarchitektur fotografisch zu verfremden. Durch sein meisterhaftes Spiel mit Licht, Schatten, Spiegelungen und Linien verwandeln sich die funktionalen Gebäudekomplexe in faszinierende Kunstwerke. Die ursprüngliche Bedeutung und Funktion der Gebäude sind nur noch als subtile Schatten erkennbar.
Die Bilder bestechen durch ihre klare Ästhetik und erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Komplexität und Minimalismus. Sie verleihen den Gebäuden besser den daraus entstandenen „Kunstwerken“ eine beeindruckende Eigenständigkeit, eine fast surreale Qualität. Verstärkt wird diese Wirkung durch die ungewöhnlichen Blickwinkel, aus denen viele Aufnahmen entstanden sind. 30 Min.

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Eckhard Koch "Die Beelitzheilstätten"

Eine Fototour durch die Beelitzheilstätten.

Zwischen 1898 und 1930 lies die Landesversicherungsanstalt Berlin die Beelitz-Heilstätten errichten. Behandelt wurden vorwiegend Personen aus der Mittel- und Unterschicht. Mit 60 Gebäuden auf einer Gesamtfläche von rund 200 Hektar handelt es sich um einen der größten, denkmalgeschützten Krankenhauskomplexe im Berliner Umfeld. 

Das später von der Roten Armee genutzte Gelände ist heute ein Eldorado für Lost-Place-Fotografen. 2019 hatte ich Gelegenheit an einer von "go2Know" organisierten Tour teilzunehmen.


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Bernd Krause "Stadtansichten Berlin"

In 4 Rubriken:  Architektur, Denkmäler, Menschen, Regierungsviertel berichte ich über Berlin. 

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Bernhard Huesken "LOSTPLACES"

Verlassene Orte ziehen mich magisch an. Die Atmosphäre von Vergänglichkeit und der morbide Charme - im Inneren verlassener, alter Wohnhäuser Ende der 70iger Jahre in Frankfurt noch häufig zu finden – zählten zu den Auslösern, sich mit dem Medium Fotografie als Kunstform zu beschäftigen und faszinieren mich bis heute. Das Betreten dieser vergessenen Orte – Lost Places, wie man heute sagt - entspricht dem Eindringen in eine andere Welt, eine Welt, die surreal anmutet und visuelle sowie atmosphärische Überraschungen bereithält. Der Fotograf tritt eine Entdeckungsreise an, die immer wieder spannend zu sein verspricht. Zu einer solchen Reise sollen die Bilder des Vortrags einladen.

 

Der Vortrag enthält monochrome sowie farbige Fotografien, aufgenommen an 32 unterschiedlichen Lost Places in Deutschland und Belgien.


Götz Walter "Gente di Palermo"

Der Gedanke an Palermo löst spontane Reaktionen aus.

Eine verbreitete Assoziation zielt vorschnell auf ein Phänomen, das bei uns gerne für eine dortige (oder italienische) Besonderheit gehalten wird; das ist falsch. Legen wir diesen Ansatz also auf die Seite und bedenken, dass „die Stadt“, wie wir sie nennen werden, im 8. Jahrhundert vor Christus gegründet wurde. Spüren wir dem Stolz nach, den die Einwohner auf ihre Geschichte empfinden. Suchen wir in der Begegnung mit den Menschen nach der Gegenwart und den Spuren der Geschichte.

Palermo ist eine Zwiebel, wie Roberto Alajmo in seinem gleichnamigen Buch schreibt. Mit jeder Schale, die wir ablösen, haben wir wieder eine Zwiebel vor uns und nach der letzten nichts mehr. Wir sehen also nicht alles und fügen den Bildern Gedanken hinzu, um Gegensätze und Widersprüche wenigstens zu beschreiben. Auch wenn das eigentlich Wichtige unsichtbar bleibt, spüren wir den Reiz der Stadt.

WalterÊNussbaumÊ/ÊPinnboardÊ"Während undÊnachÊdemÊRennen"Ê 06.03.2023

"Während und nach dem Rennen"  Impressionen eines Pferderennens.

In diesem Pinnboard - Beitrag geht es um meinen Besuch in dem berühmten französischen Kurort Vittel, genauer um die dortige als historisches Monument errichtete und 1904 eingeweihte Pferderennbahn. Hier treffen sich Freunde des Pferdsports und der Pferdewetten, die Rennbahn bietet ein breites Angebot, man kann zwischen Laufen, Galoppieren oder Hindernisse wählen. Zwei Termine sollte man erwähnen; das Festival des Rennens Mitte Juli und ein Wettbewerb der Eleganz am 15. August.

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Zu Gast beim Stammtisch: Diandra Donecker "Fotografie ist unglaublich sexy" 15.01.2024

Diandra Donecker ist Kunsthistorikerin MA und Geschäftsführerin und Partner des Auktionshauses Grisebach in Berlin. Erfahrungen konnte Frau Donecker im Metropolitan Museum in New York, im British Museum in London und beim renommierten Auktionshaus Christie’s in der Repräsentanz in München sammeln. Bei Grisebach ist Donecker seit 2017 und seit 2019 leitend tätig. Hier ist sie unter anderem in ihrer Rolle als Leitung der Abteilung für Photographie verantwortlich für eine Aktualisierung der Sparte. Als so ausgewiesene Expertin für Photographie gibt es wohl nicht viele, die ähnlich qualifiziert sind, über den internationalen Photographiekunstmarkt zu sprechen. Es mag zunächst verwunderlich erscheinen, die Geschäftsführerin eines Auktionshauses zum Photostammtisch von Amateuren einzuladen – einmal ganz abgesehen von ihrer überraschenden und freundlichen Zusage. Wir glauben, dass der Kunstmarkt so großen Einfluß auf die Rezeption von Kunst hat – auch von uns Amateurphotographen – dass es ganz besonders wichtig ist mit Menschen zu sprechen, die sich in diesem Bereich auskennen und ihn sogar selbst gestalten. Frau Donecker wird uns also am 15. Januar 2023 entführen in die Welt der Kunst und des Kunstmarktes -  der sicher für viele von uns eher verschlossen,  wenn nicht völlig unbekannt ist. Es kann eigentlich nur hochspannend werden.

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Joachim Hanner "Bali"

In den ländlichen Gebieten Balis ist die Hauptattraktion das alljährlich in den
Monaten Juli-November stattfindende Wasserbüffelrennen (Mekepung).
Es ist ein Spektakel der ganz eigenen Art zu dem die Landbevölkerung in großer
Anzahl herbeiströmt.
Obwohl Bali zu der am häufigsten besuchten Touristeninsel Indonesiens gehört
und der Tourismus der wichtigste Devisenbringer ist, war ich allein unter der
einheimischen Landbevölkerung und einer den Wenigen mit einer Kamera. Es gab
keine Streckenposten und Streckenabsperrungen. Abenteuer oder Leichtsinn?
Ein Abenteuer erfordert jedoch „wache Sinne“und eine gute Selbsteinschätzung!
Mit diesem Bewusstsein habe ich mich ins Getümmel begeben.
Ähnlich wie bei Hahnenkämpfen dienen diese Wettbewerbe nicht nur der
Volksbelustigung und der Befriedigung der balinesischen Wettleidenschaft, sie
erfüllen darüber hinaus auch eine rituelle Funktion, denn durch sie will man die
Götter erfreuen und diese um ihren Segen für die kommenden Reisernten bitten.


Edward Burtynsky (vorgestellt von Ulrich Persch)

Der kanadische Künstler (geb. 1955) wird seit über 30 Jahren zu den „Großmeistern“ der zeitgenössischen Fotografie gezählt, in einer Reihe etwa mit Sebastiao Salgado oder Thomas Struth. Seine Werke findet man u.a. im Solomon R. Guggenheim Museum in New York, in der National Gallery of Canada oder in der Bibliothèque nationale de France. Sie sind in großformatigen Bildbänden veröffentlicht worden, am bekanntesten davon mehrere Sammlungen zu Steinbrüchen (z.B. „Carrara Quarries“, Italien, 1993), Industrieanlagen („Urban Mines: Metal Recycling“, Kanada, USA, 1997-1999) oder zur Gewinnung des Rohstoffs Öl („Oil“, Kanada, China, Aserbaidschan, USA, 2007). Ein neueres (und möglicherweise sein bekanntestes) Werk trägt den Titel „Water“ (2013) und zeigt Aufnahmen von nahezu allen Kontinenten.

Burtynskys Fotografien vermitteln in ihrer Gesamtheit ein Bild der Oberfläche unseres Planeten Erde, wobei einmal deren natürliche Schönheit, überwiegend aber der Ressourcenverbrauch durch den Menschen in unserem Zeitalter dokumentiert wird. Seine Fotos zeigen in ihrer Mehrzahl die dramatischen Veränderungen unserer Umwelt infolge der industriellen Produktionsweise, jedoch ohne den moralischen Zeigefinger zu heben oder eine unmittelbare Anklage aussprechen zu wollen. Dennoch bringt uns die eigentümliche Ästhetik der von ihm gezeigten, großenteils vom Menschen „verbrauchten“ Landschaften und der Industrieanlagen zumindest zum Nachdenken, wenn nicht zum Umdenken, was unseren Umgang mit der Natur betrifft.

Ein Teil seiner Fotografien sind großformatige Luftaufnahmen, die die Erde so zeigen, wie sie sich durch Einwirkung des Menschen entwickelt hat, dennoch greift es zu kurz, Burtynsky als „Landschaftsfotografen“ einzuordnen. Seine Bilder, an der Schnittstelle zwischen dokumen-tarischer und künstlerischer Fotografie einzuordnen, sind allesamt in ihrem Aussagegehalt und ihrer Wirkung äußerst subtil und vielschichtig.

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Helmut Wagner "Küstenlinien" 06.03.2023

Küstenlinien, -streifen, -wege.

Betrachtet man den Übergang des Festlandes zum Meer hin, so lässt sich diese Grenze geometrisch grob als eine Linie geradliniger oder gewundener Form beschreiben. Eine Linie begrenzt auch Flächen unterschiedlicher Breite, die dann als Streifen oder Flächen bezeichnet werden können. Ich zeige diese Merkmale sowohl an Formen im Wasser, am Küstenhimmel als auch an Land im Küstenbereich, wobei letzterer stark von Menschenhand geprägt wurde. Deiche, entlangführende Wege und Straßen, vorgelagerte Felder und Kanäle, auch Häuser, haben alle ihre Grenzen in diversen Linienformen. Nicht zuletzt haben diese Linien unter bestimmten Licht- und Wetterstimmungen eine besondere atmosphärische Wirkung. Helmut Wagner

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Adolf Eberle, Pinboard "Expect the Unexpected" 17.04.2023

Aktuelle Konzepte der Fotografie

Bericht zur Ausstellung im Bonner Kunstmuseum von Adolf Eberle


Gezeigt werden exemplarische künstlerische Positionen der letzten 10 Jahre. Neben den gewohnten fotografischen Techniken verwenden die Künstler:innen neue, fotobasierte Werkzeuge wie Photogrammetrie, 3D-Scanning, Augmented Reality, CGI und Machine Learning. Wer hat die Kontrolle? Künstler:in oder Computerprogramm?

>> Programm (Änderungen kein Link hinterlegt) 

Zu Gast beim Stammtisch: Felicitas von Lutzau „Das Unheimliche in der Fotografie“

„Ich finde es am besten, wenn ich mich beim Fotografieren selbst ein bisschen fürchte“, sagt Felicitas von Lutzau. Dann würden ihre Bilder „unheimlich und schön“ (FAZ, 27.11.2020).

Felicitas von Lutzau (1988) hat ihr Studium an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung absolviert. Sie arbeitet als Fotografin in der Umgebung von Frankfurt am Main und ist schon in zahlreichen Ausstellungen hervorgetreten.

Ihre Landschaftsbilder aus „ur-unheimlichen Landschaften“ faszinieren durch Lichtintensität und Farbenpracht.

Am 06.06.2022 zeigt Felicitas von Lutzau beim Fotostammtisch Bilder zu dem Thema „Das Unheimliche in der Fotografie“ aus ihren Serien „Evi“, „Encounters“ und „Coven“ und berichtet von ihrer Entstehung.

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Walter Nussbaum "Windräder"

Gegenüber den traditionellen, klassischen Windmühlen mit ihrem gedrungenen, eher puttenhaften Erscheinungsbild wirken die modernen Windräder sehr spartanisch, karg, schlicht – aber auch elegant und dynamisch. Der Turm, als imposantester Teil der Anlage, bietet weder dem Wind noch dem Fotografen viel Angriffsfläche. An seinem Ende thront – leider sehr weit entfernt von der Beobachtungsposition am Boden – das funktionale Zentrum der Konstruktion, die Gondel, mit ihrem allerdings immer ähnlichem Erscheinungsbild und dem dreiblättrigen Rotor. Fotografisch ist daher auch dieser wichtige Abschnitt der Anlage recht sperrig. Aussichtslos scheint es zu sein, bei fertiggestellten Windrädern deren physikalische Präsens, deren beeindruckende Größe fotografisch darzustellen. Bei der notwendigen Reduktion des Bildes auf Bildschirmgröße gehen die großen Widersprüche zwischen filigranem Erscheinungsbild (aus der Distanz) auf der einen Seite und dem tatsächlichen raumfüllenden und massigem Auftreten der Anlage auf der anderen Seite schnell verloren.
Da absehbar ist, dass Windräder unsere Landschaft immer stärker dominieren und mit ihrem spargelartigen Erscheinungsbild und ihrer endemischen Verbreitung unser Landschaftsbild wie kaum eine andere technische Errungenschaft der letzten 10 Jahre verändern werden, sollte das Grund genug sein, sich trotz aller fotografischen Bedenken mit diesem Phänomen auseinanderzusetzen und sich somit auf eine wichtige, bisher nicht relevante Determinante unserer Landschaft einzulassen.

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Bernhard Huesken "VERLASSENE ORTE Frankreich", 02.01.2023

ÜberwiegendÊinÊderÊfranzösischenÊProvinzÊundÊauchÊdortÊeherÊabgeschiedenÊgelegen,ÊsindÊdieÊdemÊ
VerfallÊüberlassenenÊMaisons,ÊManoirsÊundÊChateausÊteilweiseÊüberÊJahrzehnteÊvonÊPlünderungenÊ
undÊVandalismusÊverschontÊgeblieben.Ê- EinÊGeschenkÊfürÊjedenÊUrbanÊExplorer!ÊOrteÊdieserÊArtÊsindÊ
einÊGlücksfallÊundÊinÊDeutschlandÊkaumÊzuÊfinden.


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Ulrich Persch "Ansichten einer Brücke "

Eine Reihe von ca. 30 Bildern, die Teile der Wiedtalbrücke der A 3 bei Neustadt im Westerwald zeigen. Die Fotostrecke dokumentiert auch den Versuch, durch Anwendung von Überlagerungseffekten in der Bildbearbeitung neue, ungewöhnliche Sichtweisen auf dieses an sich „profane“ Bauwerk zu ermöglichen.

>> Programm (keine Einträge)

Joachim Steurer, Pinboard Beitrag über eine Ausstellung von Frieda Riess und Yva. 17.04.2023

Fotografien 1919-1937 / Ausstellung in den Opelvillen Rüsselsheim, vom 19. Februar bis 4. Juni 2023.
Gezeigt wird der fotografische Werdegang der beiden Frauen, mit viel Information über deren Umfeld und das Berlin der 20er Jahre.

>> Programm (wegen Änderungen nicht hinterleg) 



Zu Gast beim Stammtisch: Marita Klemt, Gina Hartwich, Lina Prehn und Ulrich Schepp "A gun for hire"

"A gun for hire" nannte sich Helmut Newton gelegentlich selbst: Jemand, der im Auftrag von Modelabels, Badewannen- und Autoherstellern, von Juwelieren oder Baumärkten deren Produkte ablichtete und ungewöhnliche Bilder entstehen ließ, die die Mode- oder Produktfotografie teilweise revolutionierten.  www.smb.museum/ausstellungen/detail/helmut-newton-a-gun-for-hire/


Wir haben uns bei der Auswahl dieses Referenten, wie wohl viele Kunden auch, für Herrn Schepp und sein Team entschieden, weil seine Bilder überzeugen - und genau hier liegt unser Fokus. Das Spektrum dieses Fotografen könnte kaum größer sein, Ulrich Schepp ist Berufsfotograf mit Sitz in Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Los Angeles, er bewegt sich in der Welt der modernen Auftragsfotografie mit professionellem Fotostudio, einer langjährigen Erfahrung und einem hochmotiviertem Team, trittsicher und souverän und vor allem Genre-übergreifend. Er beobachtet  Menschen in Alltagssituationen, erstellt professionelle Businessportraits, besucht und dokumentiert Veranstaltungen jeder Art und widmet sich intensiv der Werbefotografie. Dabei sucht Ulrich Schepp bis heute immer wieder nach neuen Herausforderungen und künstlerischen Horizonterweiterungen. Er ist immer auf der Suche nach der „Seele“ der Menschen, die er in seinen Fotografien widerspiegelt, nach dem „Gesicht“ der Gegenstände, dessen Charakteristika er in seinen Bildern festhält oder er versucht Architektur zum Leben zu erwecken, erfahrbar zu machen, um letztendlich mit seinem Team  den Vorstellungen und Ansprüchen seiner Kunden gerecht zu werden. In seine hochinteressante Arbeitsweise, die Zusammenarbeit im Team und seine Bildwelt wird er uns am 07.11.2022 einführen.

>> Programm

Götz Walter / Pinboard-Vortrag "HO NARRO !!!" 20.02.2023

Vor vielen Jahren kam ein chinesischer Austauschwissenschaftler aus der Stadt zurück an die Universität und berichtete: "Die Revolution ist ausgebrochen!"

Es war nur der Beginn der fünften Jahreszeit. Fasnacht, am alemannischen "Mardi gras", dem ersten Abend, der ein Donnerstag ist, der Schmotzige mit viel Fettgebackenem.

Vom Abend in Konstanz berichtet die kleine Bildreportage, vom Hemdglonker-Umzug und von dem Treiben in den Gassen und Kneipen.

Bunte Bilder nach zwei Jahren Pause, einfach so.  Programm wurde geändert!!!  

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Zu Gast beim Stammtisch: Marita Klemt, Gina Hartwich, Lina Prehn und Ulrich Schepp "Der Weg ist nicht immer das Ziel" 20.03.2023

Jetzt Teile 2

Der Weg ist nicht immer das Ziel, dennoch ist vielleicht auch spannend zu hören, wie der Weg zu Ziel,
dem hoffentlich perfekten Bild, war.
Wir „Die Profifotografen“ geben euch einen Einblick hinter unsere Kulissen und erzählen Euch die Geschichten hinter unseren Bildern.

Wie kam es zu dem Bild?
Wo lagen die Herausforderungen z.B. in Licht, Organisation, Technik?
Was hat uns Nerven gekostet – wo haben wir gelacht?


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Zu Gast beim Stammtisch: Robert Leitinger "Wenn Computer halluzinieren" 19.06.23

Wenn Computer halluzinieren
Ein Beitrag von Robert Leitinger

„Zeitenwende“ – auch für uns Fotografen ist das (und nicht zum ersten Mal) mittlerweile ein vertrautes Wort. Nach der umfassenden Digitalisierung des Mediums in den letzten 25 Jahren jetzt also, wie es scheint, ein neuer „großer Sprung“: die Generierung nicht nur einzelner Bilder, sondern kompletter Bildwelten durch „Künstliche Intelligenz“ (KI)!
Der österreichische KI-Experte Robert Leitinger hat sich intensiv mit dieser Technologie beschäftigt und mit vielen Möglichkeiten KI-basierter Bildgestaltung experimentiert. Bei seinen Versuchen spielt der Einsatz von Textsteuerungs-Software („Prompt Art“) die entscheidende Rolle. Die Prinzipien der Erstellung von KI-Bildern sind „Stable Diffusion“ und „Midjourney“. Was sich hinter diesen Begriffen verbirgt und zu welchen Ergebnissen man damit gelangen kann, darüber wird uns der Inhaber einer Webdesign-Agentur und bekannte Blogger aus Hallein bei Salzburg im Stammtisch am …… mit einem Bericht und interessanten Bildbeispielen aus seiner „Werkstatt“ umfassend informieren und mit seinem Beitrag bestimmt für Diskussionsstoff sorgen..
Ein spannender Ausblick – sicher weniger auf die Zukunft der Fotografie im bisherigen Sinn, wohl aber auf die künftigen Perspektiven in unserer von Medien bestimmten Welt, in der dem Generieren von Bildern, sei es im künstlerischen, im kommerziellen oder im politischen Kontext, eine immer noch wachsende Bedeutung zukommt.

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Evelin Lieback / Pinboard-Vortrag "Finnland – ein Wintertraum" 17.07.2023

Finnland – ein Wintertraum
Ein Spaziergang zu den Polarlichtern

Im Rahmen einer Fotoreise konnte ich sowohl die verschneiten Fichten als auch Polarlichter auf die Speicherkarten bannen.

Wenn die aufgehende Sonne langsam die gefrosteten Fichten berührt, verwandelt sie die Landschaft in einen Märchenwald.
Auch die traumhafte Lichtstimmung beim Sonnenuntergang begeistert das Fotografenherz.

Des Nachts ging es dann bei bis zu Minus 20 Grad auf Polarlichtjagd.
Es ist schon eine Herausforderung, bei diesen Temperaturen eventuell 4 – 6 Stunden in der Kälte zu warten, ob Polarlichter zu sehen sein werden.
Wenn das Schauspiel dann am Himmel erscheint, ist die Kälte vergessen.

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Horst Dostert Pinboard Kenro Izu - Einfangen und Feiern der Vergänglichkeit 04.09.2023

Vorstellung des japanischen Photographen mit der Supergroßformatkamera. Hiermit fängt er weltweit heilige antike Steindenkmäler in ihrer tiefen Schönheit mit natürlichen Verfallszuständen ein. Daneben beschäftigt er sich mit den Themen Stillleben, Akt und Portrait.

Die Ergebnisse seiner Arbeit werden als meisterhafte Platin-Palladium-Prints und als Besonderheit, als Cyanotypie auf Platindrucken präsentiert.

Dauer ca. 20 Minuten plus Diskussion

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Helmut Wagner "Formenvielfalt auf 1 km² Strand in SPO" 18.09.2023

Formenvielfalt auf 1 km² Strand in SPO

Ein mit tausenden Schritten betretener Strand von urlaubsgenießenden Menschen lässt nicht leicht Formen und Muster fotografieren, die die Natur von sich aus geschaffen hat. Dennoch konnte ich während mehrerer Urlaube an der Nordsee in Sankt-Peter-Ording auf einem relativ kleinen Bereich Strukturen, Formen und Muster im Sand, am Meeressaum und im Wasser finden, deren Vielfalt und Anmut mich begeistert hat. Sandrippel der unterschiedlichsten Art, entstanden durch mannigfache Strömungsrichtungen des Wassers und unterschiedliche Höhen und Senken am Strand, vom Wind erzeugte Phantasieformen von trockenem auf nassem Sand, von an Gräsern haften gebliebenem salzhaltigen Sand und so erzeugten skurrilen Skulpturen, durch den Wind vom Sand freigefegte Flächen und nur dann sichtbare Kunstformen aus dunklem und hellem Sand, und vieles mehr. Immer wieder entdecke ich Neues von der Künstlerin Natur, die bestätigt, dass "nichts beständiger ist als der Wandel und fortwährende Schöpfung" (Charles Darwin).

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Hannelore und Joachim Bliemeister "unser St-Jahrbuch" 16.10.23

Hannelore und Joachim Bliemeister möchten in ihrem zweiten Beitrag das
Thema "Buchgestaltung" wieder aufnehmen und anhand des aktuellen
Stammtisch-Jahrbuches 2021/2022 vertiefen. Neben den Praxistipps zur
Buchgestaltung werden auch allgemeine Probleme und Pannen rund um das
Thema „Druck“ behandelt. Immer wieder wird von Enttäuschungen bei
Druckdienstleistern und eigenen Ausdrucken berichtet. Manche davon sind
behebbar, wenn man einige Randbedingungen beachtet. Druck zu dunkel,
Farbstiche im Schwarzweißdruck oder nicht richtig dargestellte Farben
sind beispielsweise häufige Klagen bei Fremddrucken.

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Zu Gast beim Stammtisch: Michael Schupmann "Fotografie in Deutschland" 06.11.23

Als im Jahr 2020 ein umfangreicher Katalog mit dem Untertitel „Fotografie in Westdeutschland“ erschien, wurde ein breiteres Publikum auf eine Sammlung fotografischer Werke aufmerksam, die in Deutschland einmalig sein dürfte: die „Schupmann Collection“. Schon mehrfach sind diese Fotografien in Ausstellungen in verschiedenen deutschen Städten gezeigt worden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, handelt es sich um analoge Schwarzweiß-Aufnahmen aus der Zeit zwischen den späten 1940er und den 1990er Jahren, wobei die bedeutendsten (west-)deutschen Fotokünstler/innen dieser fünf Jahrzehnte mit den verschiedensten Stilrichtungen vertreten sind.
Das Besondere daran: Alle Bilder entstammen der privaten Sammlung des Mediziners und Foto-Enthusiasten Michael Schupmann und seiner Frau Ingrid, die seit den späten 1980er Jahren diese Kollektion aufgebaut haben, schließlich auch mit dem Anspruch, „eine einigermaßen repräsentative Fotohistorie der Bundesrepublik darzustellen“. Worauf es beiden nicht zuletzt ankam, war der persönliche Kontakt zu den noch lebenden Fotografen, was zu vielen interessanten Begegnungen und spannenden Situationen führte, über die Michael Schupmann als Gast beim „Stammtisch“ sicher gerne berichten wird. Fast alle dieser Begegnungen hat er mit der eigenen Kamera dokumentiert.
Darüber hinaus wird er eine Auswahl von Werken aus seiner „Collection“ präsentieren und dabei weitere Aspekte der Sammeltätigkeit, auch mit Blick auf die verschiedenen Aus-stellungen, thematisieren. Wir dürfen darauf gespannt sein, jene sehr wichtige Epoche der Fotografie in unserem Land einmal aus dieser ganz besonderen Perspektive kennenzulernen.

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Ulrich Persch "Pinboard-Beitrag „Lyonel Feininger als Fotograf“ 05.02.24

Pinboard-Beitrag „Lyonel Feininger als Fotograf“
Wenn in Fotografen-Kreisen der Name „Feininger“ fällt, dann wird man sich an die „Foto-Lehre“ von Andreas Feininger erinnern, ein Buch, das lange Zeit Standardlektüre war für viele, die sich mit dem Medium näher beschäftigt haben. Dabei wird oft übersehen, dass es in der bekannten amerikanisch-deutschen Künstler-Familie noch weitere Mitglieder gegeben hat, die auf dem Gebiet der Fotografie deutliche Spuren hinterlassen haben. Inwieweit das auf Andreas‘ Vater, den bedeutenden Maler Lyonel Feininger (1871-1956) zutrifft, der nach anfänglicher Ablehnung erst in seinen späteren Lebens- und Schaffensjahren die Fotografie als künstlerisches Medium für sich entdeckt hat - damit setzt sich die derzeitige große Feininger-Retrospektive in der Frankfurter „Schirn“ auseinander, in der neben Werken aus allen Schaffensperioden auch eine Auswahl seiner Fotografien gezeigt wird. 15 Min.

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Götz Walter / Pinboard-Vortrag "Theaterreportage" 05.02.2024

Der Ort: Singen, ein Provinzstädtchen ganz im deutschen Süden. Genauer die „Basilika“ auf der Insel des Flüsschens Aach, in Wahrheit ein früher als Umspannwerk der Elektrizitätsbetriebe genutzter Industriebau, wegen seiner Bauform Basilika genannt und mittlerweile für Aufführungen genutzt.

Das Stück: „Den Nazis eine schallende Ohrfeige versetzen!“ Ein literarischer Kammermusikabend mit Musik von Paul Hindemith, Pavel Haas und György Ligeti und anderen, vielfach 1942 verstorbenen Musikern. Texte von Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Oskar Maria Graf und anderen aus der Zeit vor und nach 1933. Rezitation: Roman Knižka.

Gegenstand der Reportage ist die Leistung eines Schauspielers, der das Publikum durch seine Ausstrahlung in den Bann zieht.

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Zu Gast beim Stammtisch: „Heather Schmaedeke: The story is us and it is larger than us". 04.03.2024

Ende 2023 präsentiert das Atelier André Kirchner unter dem Titel Glücklicher Zufall kraftvolle Photographien von Heather Schmaedeke, nachdem er 2021 schon ihre Nachtarbeiten gezeigt hat. Tiefes Schwarz in sensibel gesehenen Kompositionen begegnet uns in diesen Stadtbildern, die zwar zufällig gefunden sein mögen, aber sehr bewußt gestaltet sind. Man merkt schnell, dass Heather Schmaedeke das Photographieren von Grund auf gelernt hat und schon lange praktiziert. Und es wird auch deutlich, dass sich hier eine Künstlerin äußert, die ihre Ideen auch mit Pinsel und Stift gestalten kann. Immer nehmen ihre Bilder den Betrachter gefangen. „Art has always called me, I’ve always been drawn to it and it’s been the one constant in my life.“ Die amerikanische Photographin lebt seit 2012 vorwiegend in Berlin und arbeitet dort als Pädagogin und Photographin. Sie wird über sich und ihre photographischen Arbeiten berichten und dabei demonstrieren, dass sie sich auch sprachlich vollkommen in Deutschland etabliert hat.

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Ulrich Persch "Blicke nach oben – Bildbeispiele und Reflexionen" 15.04.24

Blicke nach oben – Bildbeispiele und Reflexionen

Früher sprach man gern von der „Froschperspektive“ – ein Begriff, der vielleicht etwas aus der Mode gekommen ist, obwohl eine nicht geringe Anzahl von Fotos, insbesondere der Sparte „Architektur“, dieser Kategorie zuzuordnen ist. Dies belegt ein Blick in aktuelle Wettbewerbskataloge, wo es von „Himmelsleitern“, „Tanzenden Türmen“ oder „Spiralen des Lebens“ nur so wimmelt. Der Referent hat eine Präsentation eigener Bilder zusammengestellt, die aus dieser Perspektive entstanden sind. Seine Aufnahmen umfassen neben den Schwerpunkten Architektur und Technik noch weitere Bereiche bis hin zu Naturmotiven, mitunter fotografiert im extremen Blickwinkel von 90°. Aus den diversen „Blicken nach oben“ ergeben sich, je nach Motiv, jeweils besondere Möglichkeiten der Bildgestaltung, mit denen sich der Vortrag kritisch auseinandersetzen wird. (60Min)

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Vera Wolber und Sabine Schunk-Heller / Zwei Frauen, zwei Leidenschaften - ein Ziel / 03.06.24

Vera Wolber (Fotografin) und Sabine Schunk-Heller (Autorin) sind mit Lust und Freude gestalterisch durch Koblenz spaziert, um in einem Gesamtkunstwerk aus Fotografie und Sprache die eigene Stadt auf besondere Weise erlebbar zu machen.

Für Vera Wolber sind es die Motive vor der Haustür, die den besonderen Reiz ausüben. Angetrieben ist sie von dem Wunsch, die Magie des Augenblicks mit ihrer Kamera zu erfassen und sich mit Hilfe der Fotografie von der realen Umgebung zu lösen.

Sabine Schunk-Heller geht dem Vertrauten auf den Grund, um Wesentliches oder Neues zu entdecken. Sie möchte die Poesie im Alltag aufspüren und will Sprache in ihrer Vielfalt verwirklichen. Sie sieht Bilder, - auch - um ihnen eine Stimme zu geben.

Gemeinsam verwirklichen sie dies in den Fundorten Koblenz mit einer dreiteiligen Themenreihe.

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Zu Gast beim Stammtisch: Nina Welch-Kling "on the street" 17.06.2024

Nina Welch-Kling ist wohl eine Idealbesetzung, wenn es um Gäste für unseren Stammtisch geht. Geboren ist sie in Schweinfurt, sie lebt aber in New York City. Sie hat in Chicago ihren Bachelor of Fine Arts gemacht, ihren Master of Architecture in Los Angeles.
Ihre Passion ist die Fotografie in den Strassen von New York. Besser kann man es wohl kaum treffen. Sprechen können wir mit der Fotografin deutsch, zeigen wird sie uns ihre sehr besondere Art der street photography aus der wohl für dieses Genre prädestinierten Stadt. Sie arbeitet sowohl schwarzweiß als auch in Farbe, immer aber mit einem scharfen Block auf außergewöhnliche Momente in der großen Stadt. Insofern ist nicht die klassische street photography ihr Thema, sondern ihre Suche nach dem besonderen Augenblick mit außergewöhnlichem Licht und bemerkenswerter Atmosphäre. Ihre Bilder profitieren enorm durch die breite Ausbildung in Sachen Bildwirkung, Graphik und Gestaltung, die ihre Bilder immer zu Hinguckern machen. Wir freuen uns sehr auf unseren großartigen Kontakt in „The Big Apple“.

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Andreas Perlick "... da laß Dich ruhig nieder!"

Manche Fotografinnen und Fotografen können das wahrscheinlich nachvollziehen, selbst wenn man eigentlich ohne Vorgabe - ziellos sozusagen - seine Motive sucht, machen sich doch bei der nachträglichen Durchsicht der Bilder besonders beliebte Motive bemerkbar. Dann bietet es sich an, solchen Vorlieben kleiner oder große Serien zu widmen. Bei Andreas Perlick sind Bänke, Stühle und Tische solche beliebten Motive. Sie reizen wohl einerseits wegen der klaren und attraktiven Formen und dem Licht, das sie gerne umspielt, es mag aber auch die Gemeingültigkeit von Sitzgelegenheiten für uns alle sein, die beim Betrachter wohl unvermeidlich eigene Erinnerungen und Emotionen wachrufen. So fühlt sich wohl fast jeder von solchen Bildern eingefangen. Mit seiner Serie „da laß dich ruhig nieder“ hat Andreas Perlick ein Büchlein seines Libretto-Formats gestaltet, das er uns vorführen wird
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Ekkehard Wulff "Meeting of Styles 2019, eine Reportage" 19.12.2022

Set 25 Jahren findet im Juni in Wiesbaden die deutsche Ausgabe des Internationalen Graffiti Festivals „Meeting of Styles“ statt. Dabei lassen ca. 80 internationale Sprayer-Künstler innerhalb von 2 Tagen eine Vielzahl von Graffiti Kunstwerken entstehen, die dann dort für 365 Tage bis zum nächsten Festival präsent sind.

Vor einigen Wochen hat uns Volker Frenzel in seiner Präsentation, die beim diesjährigen Meeting im Juni 22 entstandenen Kunstwerke, im Rahmen ihres Urbanen Umfeldes, auf Foto-künstlerische Weise sehr eindrucksvoll vorgestellt.

Ich hatte im Juni 2019 während des Meetings die Gelegenheit ergriffen, die Künstler bei der Erstellung Ihrer Werke mit der Kamera zu beobachten. Herausgekommen ist eine kleine Reportage, die zeigt unter welchen teilweise schwierigen Umständen, die wirklich sehenswerten Kunstwerke an den Betonwänden des Mainz-Kasteler Brückenkopfes der Theodor-Heuss-Brücke entstanden sind.

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Udo Krämer / Pinboard "Auf Fototour mit Objektiv-Oldtimern" 20.02.2023

Inhalt: Auf Fototour mit Objektiv-Oldtimern von Novoflex an meiner digitalen Nikon habe ich einige Fotos geschossen, die ich dem Plenum gerne vorführen kann.
Zeit ca. 15 min.

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Hannelore und Joachim Bliemeister "The Story behind ..." - Rush Hour 15.05.2023

The Story behind …

Rush Hour

Eins ist genug: Dies könnte das Motto zu diesem Vortrag sein, bei dem es vorrangig um die Überlegungen zur Gestaltung und Umsetzung dieser einen Aufnahme vom Auftrag beziehungsweise der Idee bis zum fertigen Druck geht. Ursprünglich im Jahre 1992 analog entstanden wurde die Aufnahme 2014 mit digitalen Möglichkeiten wiederholt.

Losgelöst von diesem speziellen Motiv geht es um die Frage, wie und mit welchem Ziel ein Bild entsteht. Wie kann eine Vorgabe erfolgreich umgesetzt werden? Welche Probleme gibt es auf dem Weg zur Lösung? Wie lassen sich Langzeitaufnahmen unterschiedlicher Dauer in einem Bild kombinieren?

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Zu Gast beim Stammtisch: David Mark "BOTSCHAFTER FÜR PHOTOGRAPHIE" 03.07.23

Spätestens, sobald Fotografie Kunstcharakter bekommt, werden Betrachter wichtig. Auch wenn digitale Medien auf dem Vormarsch sind, ist das Original an der Wand oder in einer Mappe doch noch immer das Mittel der Wahl, um Fotografie zu erleben. Galerien spielen deshalb eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Originale vorzuführen, das Publikum zu interessieren oder zu bedienen und um Künstler zu unterstützen. David Mark ist zwar sein Berufsleben über Finanzdienstleister gewesen, aber der Schritt zum Kunstdienstleister war offenbar der einzig richtige, als es darum ging, bei seiner zweiten Karriere seiner Leidenschaft für Fotografie mit seiner Leidenschaft, sein Publikum zu begeistern zu kombinieren. Er bietet seit zweieinhalb Jahren in seiner Taunus Foto Galerie in Bad Homburg vor der Höhe http://www.taunusfotogalerie.com/ hochwertigste Fotokunst an und begrüßt seine Kundschaft herzlich. Uns wird er berichten, was ihn als Galerist treibt, wie er seine Galerie zum aktuellen Erfolg bewegt hat und - vielleicht für uns am interessantesten - wie wichtig es ihm ist, nicht nur Bilder zu verkaufen, sondern immer Bilder mit den entsprechenden Geschichten sozusagen zum Leben zu erwecken.

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Joachim Steurer "Bahnhöfe" 07.08.2023

„Bahnhöfe sind ebenso vielfältig wie die Reisenden, die sie besuchen. Auf der anderen Seite gibt es auch Dinge, die überall sehr ähnlich sind. Das Thema ist mein Schwerpunkt für 2023“.

(Dauer mit Diskussion ca. 60 min) Ich würde den Vortrag gerne im Juni oder Juli halten, dann kann ich die Zeit noch nutzen, um noch mehr Bahnhöfe darzustellen.

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Walter Nussbaum „RHEIN!ROMANTIK" 04.09.23

"RHEIN!ROMANTIK?2029" ist eine Initiative regionaler Künstler aus dem Oberen Mittelrheintal. Seit der Gründung im Jahr 2019 setzen sich die Teilnehmer in unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen wie Malerei und Fotografie mit dem facettenreichen Thema RHEIN!ROMANTIK? in seiner historischen und aktuellen Dimension auseinander.

Ich werde sowohl über meine eigene Bilder als auch über die unterschiedlichen Interpretationen des Themas durch die beteiligten Kolleginnen und Kollegen in meinem Beitrag sprechen.

Bevor wir uns jedoch den aktuellen Werken zuwenden, möchte ich einen kurzen Blick zurück auf meinen Beitrag zum Stammtisch im Jahr 2021 werfen. Damals habe ich versucht, den Fotografien einen Teil ihrer inhärenten Authentizität zu nehmen und sie vom Moment der Aufnahme zu lösen. Diesen Ansatz habe ich auch bei meinen Ausstellungsbildern verfolgt.


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Volker Frenzel "Südliches Afrika" 18.09.2023

Die Gegend ist das Synonym für Tierfotografie.
Ich möchte nun Menschen, Landschaften, Strände usw. zeigen.
Zeit ca. 60 Minuten

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Horst Dostert "Gesichter Indiens" 02.10.2023

Gesichter Indiens

Indien im Wandel : Was geht verloren, was bleibt, was kommt ?

Die vielen unterschiedlichen Charaktere der alltäglichen und nicht-alltäglichen Menschen der indischen Bevölkerung mit ausdrucksstarken Gesichtern und Farbenvielfalt bilden einen großen Teil der Faszination des indischen Subkontinents.

Ein das Land bereisender Fotograf sucht selten die globale Uniformität der modernen Inder abzulichten sondern vielmehr die von Stereotypen, Nostalgie und Spiritualität geprägten Vorstellungen über die Inder.

Was ist heutzutage hiervon für den Fotografen auf normalen Reisepfaden noch auffindbar und ablichtbar ?

Dauer ca. 60 Minuten plus Diskussion

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Ekkehard Wulff "Street Stills" 16.10.2023

Farbige Straßenszenen in der Mainzer Altstadt
Versuche, ähnlich dem Stil der Fotografien von Saul Leiter:
Unscharf – Spiegelungen - Einblicke
Saul Leiters Stil war einzigartig, er lehnte den grobkörnigen Realismus seiner Zeitgenossen ab und widmete sich stattdessen der Suche nach Schönheit im Gewöhnlichen.
„Ich mag es, wenn man nicht sicher ist, was man sieht. Wenn wir nicht wissen, warum der Fotograf ein Bild aufgenommen hat und wenn wir nicht wissen, warum wir es betrachten, entdecken wir plötzlich etwas, das wir sehen. Ich mag diese Verwirrung. " - -Saulus Leiter, Farben, 2011
Die Präsentation zeigt einen Versuch farbige Straßenszenen in der Mainzer Altstadt auf unübliche Art fotografisch festzuhalten. Diese Art der Fotografie geprägt durch gewollte Unschärfe, Spiegelungen, ungewöhnliche Einblicke, und die daraus entstandenen Bilder sind sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Aber es lohnt sich die Bilder einmal auf sich wirken zu lassen. (Kurzvortrag, 30 min).

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Axel Lischewski "NAMIBIA" 04.12.23

NAMIBIA – Ein Land der wunderbaren Gegensätze im Süden Afrikas! Im Jahre 2022, als CoVid gerade am Abklingen war, unternahmen mein Sohn Markus und ich eine traumhafte Reise in dieses Land, das an Tierwelt, unberührter Natur, fantastischem Klima und atemberaubenden Landschaften so reich ist…
Ich werde Euch mitnehmen auf unseren Trip, der uns von Windhoek zunächst nach Sossusvlei und Swakopmund und dann weiter über die Spitzkoppe bis zum Etosha Nationalpark und zur „AfriCat foundation“ führte. Wie wäre es mit endlosen Dünen, wilden Geparden und langhalsigen Giraffen, deutscher Historie, jahrtausendealten Felsmalereien, sternklaren Nächten und unvergesslichen Sundownern… und das Ganze garniert mit dem einen oder anderen Abenteuer?

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Perlick, Andreas / Pinboard "open-air Fotoausstellung "Orient" 05.02.2024

Im Rahmen der open-air Fotoausstellung "Orient" in Baden bei Wien, die ursprünglich aus La Gacilly in der Bretagne stammt, wurden auch zwei Fotografinnen aus dem arabischen Kulturkreis mit sehr beeindruckenden Frauenportraits gezeigt. Diese beiden Künstlerinnen sollen kurz mit ihren Arbeiten vorgestellt werden.

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Bernd Krause "Jüdischer Friedhof (Neuwied-Niederbieber)" 19.02.24

Jüdischer Friedhof (Neuwied-Niederbieber)

In meiner Heimatstadt Neuwied, im Stadtteil Niederbieber, im nördlichen Rheinland-Pfalz exzitiert seit 1629 ein jüdischer Friedhof.
Die jüdische Gemeinde Neuwied unterhielt spätestens seit dem 17. Jahrhundert diesen Friedhof. Andere jüdische Gemeinden in der weiteren Umgebung nutzten ihn ebenfalls als Begräbnisstätte.
Der Friedhof befindet sich in der Kurt-Schumacher-Straße und steht seit 1985 unter Denkmalschutz.
Der älteste Grabstein ist sicher von 1706. Der Friedhof wurde bis 1942 belegt. Die Friedhofsfläche umfasst rund 112 ar. Eine Friedhofshalle war seit 1908 vorhanden, in der Pogromnacht 1938 wurde sie schwer beschädigt und 1947 wurde die Ruine abgebrochen. Heute verwaltet das Friedhofsgelände die jüdische Kulturgemeinde Koblenz. Das Gelände ist durch einen stabilen Eisenzaun eingefriedet. Am Haupteingang ist eine Orientierungstafel angebracht, das Tor ist am Tag für jeden Besucher offen. Der Zugang befindet sich an der Kurt-Schumacher-Straße. Im Februar 1985 wurde der Friedhof unter Denkmalschutz gestellt und in den wurde in den 1980er Jahren auf Betreiben des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied restauriert. Beim Friedhof Niederbieber handelt es sich um einen der größten jüdischen Friedhöfe in Rheinland-Pfalz. Es sind 661 Grabsteine für 770 Verstorbenen erhalten. Auf 294 Gräbern ist kein Grabstein mehr vorhanden.

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Götz Walter / "Palermo revisited" 18.03.24

Palermo revisited

Nach "Gente di Palermo" am 19.09.2022 geht es ein weiteres Mal nach Palermo. Wie verändert sich der Blick bei einem zweiten Besuch? Was kommt zum Vorschein, wenn Museen und Sehenswürdigkeiten nicht mehr das erste Ziel sind?

Vor allem in dem ältesten, arabischstämmigen Stadtteil La Kalsa ergeben sich Eindrücke von Straßen und Menschen. Was man nicht sieht, ist das trinkbare Wasser aus dem Hahn, aus einem mutmaßlich arabischen Wasserkanalsystem. Zeigt sich im Kleinen eine Schönheit der Stadt, die nicht jeder Bewohner ständig im Sinn hat, und die doch den leisen, fast geheimen Stolz auf die Stadt und ihre Geschichte tief prägt? Ergibt sich etwas von einem Lebensgefühl, dessen Intensität keinen lauten Überschwang braucht, in Begegnungen oder einfach abends beim Schlendern nach Hause? In einer Stadt, die ihrem Besucher überläßt, seinen Platz zu finden und ihm dann freundlich begegnet. (Dauer 30 Min. plus Gespräch. 45 Min.).

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Udo Krämer "COVERBILD" 15.04.24

“Coverbild“ eine Bildpräsentation von Udo Krämer
Seit meinem zwölften Lebensjahr sammele ich Schallplatten und habe daher ein umfangreiches Archiv mit ca. 2000 Schallplatten. Bei den Platten liebe ich die Haptik, den Klang und die anspruchsvolle, analoge Aufnahmetechnik, besonders Die aus den Fünfzigern im Jazz-Bereich.

Beim Hören der jeweiligen Platten beschäftigt man sich natürlich mit dem Cover, den darauf enthaltenen Fotos, sucht gegebenenfalls nach dem Fotografen und macht sich Gedanken über die fotografische Umsetzung für die jeweiligen Alben und ob mit den Bildern ein zusätzlicher Kaufanreiz geschaffen wurde.

Mit der Präsentation der diversen Cover, die in den „Fünfzigern“ beginnt und in den „Zweitausendzwanzigern“ endet, möchte ich die Entwicklung und die Strömungen der Fotografie und Covergestaltung im Laufe der Jahre aufzeigen. Die Betrachter werden mit einer abwechslungsreichen „Fotografie“ belohnt. Man sieht auch deutlich den Wandel der in den Bildmontagetechniken stattgefunden hat. Waren in den Anfangsjahren die Bilder noch sehr brav, wurden sie in den Folgejahren teilweise sehr provokant.

Alle gezeigten Platten sind in meinem Archiv und ich habe diese Platten auch alle gehört.

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Vorstellung: André Straub 03.06.24

Walter Nussbaum "Zwischen Ufern: Der Rhein und seine Fähren" 01.07.24

Im Laufe der Geschichte sind dem Rhein eine Vielzahl von Aufgaben, Rollen und Funktionen zugewiesen worden: Als natürliche Grenze, die Nationen trennt, als mystischer Ort, an dem sich Sagen und Legenden ranken, und als lebenswichtiger Verkehrsweg, der Kulturen und Gemeinschaften verbindet.

Im fünften Beitrag der Rheinuferserie widme ich mich den Rheinfähren und ihren charakteristischen Anlegestellen. Die oft übersehenen und vernachlässigten Fähren sind heute nur noch in ländlichen Gegenden zu finden, im städtischen Bereich wurden sie fast vollständig durch Brücken ersetzt.

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Walter Nussbaum "Der Rhein als Transportweg II" 16.12.2022

Die Bahn

Auf der engen Talsohle des Mittelrheintals suchen täglich neben einer Unmenge amüsierhungriger - und parkplatz- und event-suchenden Touristen, auch 550 Schiffe und 400 Züge ein Durchkommen , einen passenden Platz.

Natürlich bleibt das nicht ohne Spuren, die Fahrrinne ist auf die Bedürfnisse der Reder und die Bahnstrecke auf die Belange der Bahn optimiert usw. Der Mix an Sinneseindrücken ist für Unbedarfte überwältigend, beeindruckend oder je nach Charakter einfach nur nervend.

Über die Fahrrinne habe ich ja bereits im März 2022 berichtet. Heute geht es um fotografisch erfassbare Eindrücke im direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem Schienenverkehr. Wie z.B. historische und moderne Streckensicherungsmaßnahmen, angefangen von alten Tunneldurchführungen und in die Jahre gekommene Stützmauern bis zu modernen großflächig angelegte Fangnetzkonstruckte. Beginnen werde ich mit einigen (winterlichen) Eindrücken aus dem Mittelrheintal. Weiter geht es dann mit dem regionalen Schienenverkehr um zum Schluss geht es um Maßnahmen im Zusammenhang mit der Streckensicherung .

>> Programm:  fehlt (wurde kurzfristig aufgenommen)


Herbert Kohtes "Hamburger Szeneviertel" 19.12.2022

In diesem Beitrag stellt Herbert Kohtes seine Eindrücke über zwei Hamburger Szeneviertel vor. Hamburg ist eine Stadt mit vielen Facetten. In bestimmten Vierteln ist das Leben bunt, schrill und vielfältig. Im vorletzten und letzten Jahrhundert verschwanden durch Abriss oder Zerstörung immer mehr historische Gebäude der besonders eng bebauten Wohnquartiere in Teilen der Alt- und Neustadt. Vor einigen Jahren sollten die restlichen verbliebenen Häuser überwiegend abgerissen und nur wenige wieder saniert und aufgestockt werden. Doch dann besetzten Anhänger der alternativen Szene, Kunstschaffende und Aktivisten die zum Abriss geplanten Häuser. Verfallene Gebäude entwickelten sich zu Wohnungen, Ateliers und Ausstellungsräumen. Ein anderer Stadtteil erfuhr in den letzten Jahren einen Aufschwung und es kam zu Häusersanierungen. Neben Restaurants und Cafés entstanden szenige Läden und Boutiquen, die zum Stöbern einladen. Das kreative Milieu dieser Viertel zeigt sich auch in der aktiven Straßenkunst-szene

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Volker Frenzel "Szenerien auf der Straße" 20.02.2023

(30Min.) In der Straßenfotografie gilt seit Bresson, wir nehmen, was wir bekommen. Wenn etwas stört, muss man sich eben anders hinstellen.
Wie ist das jedoch mit offensichtlichen oder vermeintlichen Composings bei Szenerien auf der Straße oder in großen Gebäudebereichen.
Ich werde da Beispiele zeigen und zur Diskussion stellen.

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Zu Gast beim Stammtisch: Birgit Maddox "Sensual Landscapes" 05.06.2023

Birgit Maddox photographiert analog, vor allem Landschaften, die sie in wunderbar atmosphärischen und emotionalen Stimmungen in warmtonigen Schwarzweißabzügen ausarbeitet. Sie ist im Schwarzwald in Deutschland geboren und lebt heute in Kalifornien. Sie teilt ihr Leben allerdings zu annähernd gleichen Teilen zwischen den USA und Europa auf. Ihre Besuche in Deutschland nutzt sie, um auch andere europäische Länder zu besuchen. Wo immer sie jedoch ist, sucht sie mit ihrer Hasselblad Kamera Szenen, die sie zu sinnlichen Landschaftsbildern umsetzt, die uns zum Träumen anregen, in denen wir uns verlieren können. Birgit wird in Deutschland von der Taunus Foto Galerie in Bad Homburg präsentiert. Während ihres diesjährigen Aufenthalts in Deutschland wird sie sich die Zeit nehmen, uns zu besuchen und uns ihre Bilder vorzustellen.

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Hannelore und Joachim Bliemeister "Gutes Bild – gutes Buch?"17.07.23

Gutes Bild – gutes Buch?

Vom aktuellen Jahrbuch ausgehend sprechen Hannelore und Joachim Bliemeister über die die Aspekte, die bei einer Buchveröffentlichung zu berücksichtigen sind, von der Idee bis zum fertigen Produkt. Auswahl und Zusammenstellung der Bilder, Layout und Konzeption der Seiten, Zusammenwirken von Bild und Text, Auswahl und Farbe der Schriften, Weißraum und Kontinuität der Gestaltung und anderes mehr spielen für die Gesamtwirkung eines Buches eine entscheidende Rolle.

Die Arbeit an einem Buch eröffnet einen ganz neuen Blick auf eigene Fotografie. Das Ergebnis kann ein sehr persönliches Geschenk sein. Wer es bisher noch nicht probiert hat, lässt sich vielleicht dazu anregen.

>> Programm  


Andreas Perlick "Kleine Entdeckungen in Berlin" 07.08.23

Kleine Entdeckungen in Berlin

Kleine Entdeckungen - das beschreibt wohl am besten die photographische Arbeitsweise von Andreas Perlick. Normalerweise mit seinen Lochkameras unterwegs, ist er auf der Suche nach den kleinen Details, die eher nicht sensationell, aber doch interessant genug sind, präsentiert zu werden. Obwohl es eher die Ausnahme ist, kommen doch ab und zu - vor allem zusätzlich - digitale Kameras zum Einsatz. So können auch Farben zum Motiv werden und die Berücksichtigung einer breiteren Auswahl von Motiven wird möglich. Eine Selektion solcher digital aufgenommener Bilder aus Berlin soll nicht nur präsentiert werden, sondern auch dazu dienen, die Arbeitsweise von Andreas zu beleuchten. Dabei geht es nicht nur um die Wahl der Motive, sondern auch um die Entscheidung, die Motive in Farbe oder in Schwarzweiß zu zeigen. Letztlich kommen dann noch Gedanken zur Selektion dazu, je nachdem, welchen Zweck die jeweilige Präsentation haben soll. (45 Min.)

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Perlick, Andreas / Pinboard "Camera obscura / Die Welt durch ein Loch gesehen" 04.09.23

Camera obscura
Die Welt durch ein Loch gesehen

Im Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum Regen zeigen acht Photographen aus ganz Deutschland Bilder, die ausschließlich mit der camera obscura, der Loch- oder Pinholekamera angefertigt wurden. Zu sehen sind Arbeiten von Günter Derleth, Ralf Eisenreich, Ernst Herrmann, Rüdiger Horeis, Gunter Marquardt, Andreas Perlick, Friedrich Saller, Michael Schwöd. In dieser Ausstellung sind Bilder zu sehen, die mit einer Vielzahl unterschiedlicher Pinholekameras gemacht wurden. Belichtet wurde entweder auf Filmmaterial, das anschließend abhängig von der Belichtungszeit entwickelt wurde, oder auf lichtempfindliches Papier. Solches Photopapier wurde so lange belichtet, dass eine Entwicklung nicht nötig war. Das entstandene Bild wurde direkt gescannt und am Computer bearbeitet. Speziell diese Belichtungen direkt auf Photopapier benötigen meist Zeiten von mehreren Tagen, Wochen oder auch Monaten.
Parallel zur Ausstellung im Niederbayerischen Landwirtschaftsmuseum wird am Stadtplatz in Regen eine begehbare camera obscura aufgebaut, in der die Funktionsweise „am eigenen Leib“ erlebt werden kann. Man kann, nachdem sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, das seitenverkehrte, auf dem Kopf stehende Bild direkt sehen.
Andreas Perlick gibt einen kleinen Überblick über die Ausstellung.

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Udo Krämer / Pinboard-Vortrag "Abgerissen" 02.10.23

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Adolf Eberle Pinboard. Bericht über die Ausstellung Evelyn Richter 02.10.23

Adolf Eberle Pinboard. Bericht über die Ausstellung Evelyn Richter 02.10.23

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Volker Frenzel "Neu gesehen" 30.10.23

Ein Ei als Titel?

Nun, dieses Bild stellt mehr Fragen als es Antworten gibt, und so sind wir schon mittendrin in der Diskussion über die Arbeiten unserer Autorinnen und Autoren. Es bleibt genügend Zeit, Fragen zu stellen und mit ihnen zu diskutieren, da sicherlich viele anwesend sein werden.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme.

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Thorsten Mehlfeldt "Bäume" 04.12.23

Bäume als Motiv in Stadt, Forst und dem „Feenwald“ (Madeira)

Bäume begegnen uns beim Fotografieren „auf Schritt und Tritt“: als - oft isoliert stehende - Straßenbäume, als bloß schmuckhaftes Beiwerk zur Gebäudearchitektur, als Bäume unter vielen in Monokulturen der Forstwirtschaft oder als markante Individuen eines weitgehend natürlich gewachsenen Waldes.

Der sogenannte „Feenwald“ auf Madeira bietet die Möglichkeit, Bäume anders wahrzunehmen und zu fotografieren als in industriell geprägten Fichten-Monokulturen oder in städtischen Kontexten. Der Reiz des alten Lorbeerwaldes auf Madeira, seit 1999 UNESCO Weltkulturwerbe, entfaltet sich besonders bei starkem Nebel. Die Umsetzung in Schwarzweiß-Fotografien soll dem besonderen Charakter dieser Landschaft gerecht werden.

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Bernhard Huesken Pinboard-Beitrag "Freileitungsmontage" 05.02.2024

Die angestrebte Energiewende in Deutschland benötigt nicht nur die vermehrte Produktion „grüner“ Energie, sondern auch den Ausbau entsprechender Transportwege. Der kurze Vortrag präsentiert in diesem Zusammenhang Bilder einer Freileitungsmontage am Industriepark Höchst und wird ergänzt durch Aufnahmen vom Windpark Havelland. Dieser Park liegt 40km nordwestlich von Berlin und ist mit 83 Windrädern der größte Onshore-Windpark Deutschlands. (15 Minuten)

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Herbert Kohtes "Moderne Architektur in Frankfurt am Main" 19.02.24

Heute stelle ich eine Bildpräsentation moderner Architektur aus Frankfurt am Main vor. Frankfurt  als Banken und Finanzmetropole verfügt über eine markante Skyline.  Hier findet man eine große Anzahl interessanter moderner Gebäude.  Meine Bilder konzentrieren sich auf Fassaden, aus denen ich Ausschnitte fotografiert habe sowohl in erkennbarer als auch in abstrakter Form. 30 Minuten.

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Vera Wolber "Am Meer – frei nach William Turner" Pinboard Beitrag 19.02.24

osef Mallord William Turner malte die Natur in atmosphärische Weise. Mithilfe von Farbexperimenten stellt er seinen eigenen, unkonventionellen Eindruck der Realität dar. Zu seiner Zeit war die »Auflösung der Wirklichkeit« und die Darstellung des Lichts in all seinen Facetten und Schattierungen eher ungewöhnlich.
Mittels bewusster und gezielter Bewegung der Kamera während der Aufnahme lassen sich ähnliche Effekte erreichen. Die Konturen lösen sich auf und die Bildelemente verwischen zu Formen und Farben. Es entsteht ein abstraktes Bild. (20-30 Minuten)

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Hannelore u. Joachim Bliemeister "Kleinkunst auf dem Tisch - Experimente zur Tabletop-Fotografie" 18.03.24

Oft werden Fotografinnen und Fotografen nach den bevorzugten Genres ihres Hobbys oder ihres Berufs gefragt. Selten werden dabei Tabletop-Fotografie oder verwandte fotografische Vorlieben genannt. Tabletop-, Stilllife- oder Produktfotografie gelten gemeinhin als etwas verstaubt oder langweilig. Es mag auf den ersten Blick auch so er­scheinen, als wäre es recht ein­fach, Blumen, Automodelle oder andere kleine Gegenstände ein­drucksvoll im Bild einzufangen. Zwar handelt es sich bei diesen „Fotomodellen“ meist um statische Motive, jedoch können sie aus unterschiedlichen Gründen eine echte Herausforderung werden – vor allem bei gemischten Lichtver­hältnissen. Auch die Komposition ist oft unerwartet komplex, da die Suche nach der passenden Brennweite, der schönsten Per­spektive und besten Aufnahme­position durch eine beengte Ar­beitsumgebung erschwert wird. Noch herausfordernder werden die fotografischen Künste, wenn die kleinen Teile in Bewegung geraten.

An einigen praktischen Beispielen wollen Hannelore und Joachim Bliemeister zeigen, dass es durchaus spannende und die Kreativität fordernde fotografische Aufgaben auf dem Tisch zwischen einem Meter und einem Zentimeter Aufnahmeabstand geben kann.


≥ 90 Minuten

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Zu Gast beim Stammtisch: Mireille van der Moga "Fotografie als Lupe" 06.05.24

Fotografie als Lupe

Mireille Moga ist eine Fotografin, die ihren Hintergrund in Architektur und Fotojournalismus nutzt, um die gebaute Welt und unsere oft zerstörerische Art und Weise, sie zu nutzen, zu untersuchen. Mit dem Mittel der Fotografie hinterfragt sie unsere Entscheidungen über die Art und Weise, uns zu organisieren, und die daraus resultierenden ökologischen, sozialen und zwischenmenschlichen Folgen.

Die Fotografin wird zwei Projekte vorstellen, Nuclear Nippon (2017) und Plattenland (2018–2021), die sich beide mit den Folgen von Entscheidungen beschäftigen, die vor langer Zeit getroffen wurden. Die Serie Nuclear Nippon befasst sich mit der nuklearen Geschichte Japans und führt die Betrachter*innen nach Hiroshima, Nagasaki und Fukushima, zu den drei Orten also, bei denen Atombomben und nukleare Aktivitäten in Friedenszeiten katastrophale Auswirkungen hatten. Plattenland erforscht die Kluft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Lebensmodellen und zeigt, was passiert, wenn sie sich am selben Ort wiederfinden.

Mireille Moga erwarb einen Master in Architektur sowie Bachelor-Abschlusse in Studio Art und Marketing. Dieser Werdegang bereichert ihre kommerzielle Tätigkeit als Architekturfotografin ebenso wie ihre Arbeit an persönlichen Projekten. Geboren in Rumänien und aufgewachsen in New York City, lebt Mireille seit 2014 in Berlin. Sie ist Gründungsmitglied der Berliner Fotogruppe tunnel19.

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Volker Frenzel ""Street Emotions" 01.07.24

Ich stelle meine letzte Ausstellung vor.
Es geht um Bildpaare zu sechs Themen, über die ich mit den Gästen ins Gespräch kommen möchte.

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